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wird versichert, daß dadurch das Fleisch mehr Frische bekomme,angenehmer schmecke und sich länger halte.
Ein Haupthinderni'ß der allgemeinen Anwendung dieserTödtungsart, die freylich besser und schmerzloser als die blutigeist, würde wohl die Darstellung hinlänglicher Mengen reinenStickgases seyn. Denn das Stickgas, welches man sich zuchemischen Versuchen darstellt, indem man Phosphor oder Wein-geist unter einer mit Luft erfüllten und mit Wasser gesperrtenGlasglocke anzündet, wodurch das Sauerstoffgas verzehrtwird und das Stickgas übrig bleibt, möchte zu kostspielig seyn.Folgende Vorschrift liefert vielleicht ein zu diesem Behufhinläng-lich wohlfeiles Stickgas. Man erhitzt in einer Retorte einGemenge aus
101 Loth Salpeter und63 Loth Salmiak
und leitet das sich entwickelnde Gas durch Kalkmilch in einenGasbehälter. Wie aus diesen beyden Salzen (Salpeter undSalmiak) Stickgas sich entwickeln kann, werden wir bald cin-sehen, wenn wir die Bestandtheile derselben näher kennen lernen.
Schon S. 2. ist erwähnt worden, daß 100 Maaße Luft79 Maße Stickgas enthalten; wie überzeugt man sich hievon?Man sucht eine Flasche aus, die gerade so groß ist, daß sie von120 Loth Wasser ganz erfüllt wird, und bringt in dieselbe soviel von einem breyartigen Gemenge aus16 Theilen Schwefel27 Theilen Eisenfeile und Wasser,daß cs in der Flasche cinenRaum von 20 Loth Wasser einnimmt,dergestalt, daß ein Raum leer oder mit Lust erfüllt bleibt, der100 Loth Wasser zu fassen im Standeist. Verkorkt man nundie Flasche, schüttelt sie längere Zeit mit dem darin enthaltenenbreyartigen Gemenge von Eisen, Schwefel und Wasser undöffnet sie nun umgekehrt unter Wasser: so wird man finden,daß von letzterem gerade 21 Loth Hineinströmen, indeß einRaum, der noch 79 Loth Wasser aufnehmen kann,leer bleibt. Dieser Raumenthält nun die 79 Maaße Stick-