Kalis durch Säuren rc. entstehen, so wird bey diesem Salzevon ihnen geredet werden.
Es ist gewiß meinen Lesern ausgefallen, daß km Vorher-gehenden stets die Zahl 35 bcym Chlor vorkam. Dicß hat sei-nen guten Grund, denn 35 ist das Mischungsgewichtdes Chlors, oder um es ganz genau anzugcben 35,4(ZZ -L.). In allen Verbindungen, welche das Chlor bildet,kehrt dieses Zahlenverhältniß wieder und es ist so unabänderlich,daß Stoffe, welche mehr Chlor aufnehmen als 35, dann gleichdas Doppelte, nehmlich 70 sich aneignen. Oder in Fällen wosie, wie z. B. einige Metalle, nicht im Stande sind 35 Chlor zuüberwältigen, verdoppeln diese ihr Mischungsgewicht, so daßdas Verhältniß von Chlor doch 35 bleibt.
Das Verhalten des Chlors zum Wasserstoff bestätigt diesesauch vollkommen.
Das Chlorgas läßt sich, wie bereits (S. 78.) gesagt, nichtentzünden, dafür entzündet es aber selbst und zeigt so eine großeAehnlichkeit in seinem Verhalten mitdem Sauerstoff. Mischtmanes mit Wasserstoffgas zusammen und bringt dieß Gemisch mit ei-ner Flamme in Berührung, so verbrennt der Wasserstoff imChlorgas gerade so wie im Sauerstoffgas (S. 16.) mit einem hef-tigen Knall und unter Zersprengung der Gefäße. Zugleich entstehtein weißer Dampf. Dieser weiße Dampf ist die durch dieVerbrennung entstandene Verbindung von Chlor und Wasserstoffund heißt Chlorwasserstoff oder salzsaures Gas.Es wird begierig vom Wasser aufgesogen und bildet damit dieSalzsäure, diemanauch Chlorwasserstoffsäure nennt.
Auch ohne Entzündung und Knall vereinigt sich das Chlormit dem Wasserstoff, wenn nehmlich das Gemenge in einerGlasglocke mit etwas Wasser in Berührung ist und dem Einflußdes gewöhnlichen Tageslichts (nicht aber des Sonnenlichts)ausgesetzt wird.
Setzt man solcher Gestalt 35^4 Theile Chlor mit 1 The,'!Wasserstoff der Einwirkung des gewöhnlichen Tageslichtes aus,so wird man finden, daß das Gasgemenge in der Glocke nachund nach abnimmt und daß das Wasser, welches zur Sper«
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