vereinigen sich zu 76 Loth Chlorsäure, die mit den noch übrk-gen 47 Loth Kali sich zu 122 Loth chlorsauren Kali'sverbinden.
Es entstehen also durch diese wechselseitigen Zersetzungen2 Chlorverbindungen, die eine mit dem Sauerstoff, nehmlichdie Chlorsäure, die andere mit dem Wasserstoff, nehmlichdie Salzsäure.
Ein Jeder begreift ohne mein Erinnern, daß die Sache sichin der Wirklichkeit rücksichtlich der Mengenverhältnisse der an-gewandten Stoffe nicht ganz so darstellen läßt, wie sie hier aufdem Papier berechnet ist, denn dahatman, besonders im Großen,zu sehr mit der Unreinheit der Stoffe zu kämpfen, als daß mandas Ergebniß genau in Lothen angeben könnte. , Es soll mitdem angeführten Beyspiel auch weiter nichts gesagt seyn, alsdaß es sich so verhalte und verhalten müsse, wenn die dabeygebrauchten Stoffe völlig frcp von aller Beymischung sind.
Gewöhnlich bereitet man das chlorsaure Kali so, daß mandas Chlorgas so langein eine klare Auflösung von gewöhnlicherPotasche in 2— 3 Theilen Wasser strömen laßt, bis keinChlorgas mehr ausgenommen wird. Da das chlorsaure Kalischwer auflöslich im Wasser ist, so scheidet cs sich zuerst meistin tafelförmigen Krystallen ab, indeß das gleichzeitig entstan-dene salzsaure Kali aufgelöst bleibt.
Das chlorsaure Kali ist ein sehr merkwürdiger Körper, derviel Achnlichkeit in seinem Verhalten mit dem Salpeter odersalpetersauren Kali hat. Es wird aber von seinen Eigenschaf-ten und in wie fern diese zu mancherlei) Zwecken benutzt wer-den können, später bey Potasche oder Kali die Rede seyn, in-dem man nicht von der Chlorsäure, sondern nur von dem chlor-sauren Kali Anwendungen macht.
Außer der Chlorsäure bildet das Chlor noch mehrere andereVerbindungen mit dem Sauerstoff, die weniger Sauerstoff alsdie Chlorsäure enthalten. Sie sind für den Techniker nur inso fern wichtig, als ihre Kenntniß ihn vor Unglück und Scha-den bewahren kann, welche einige unter ihnen unter Umstandenanrichten können. Da sie bey den Zersetzungen des chlorsaurcn