Z
Körper sich auf eine verschiedene Weise ausdehnen, so werden sieauf eine verschiedene Weise spezifisch leichter.
Gay Lussac hat gefunden, daß die Luft sich bei jedemGrad Ncaum. um ausdehue, und das Quecksilber habenDulong und Petit gefunden, daß es sich für jeden GradReaum. um ausdehue. Dehnten sich beide gleich starkaus, so bliebe das Verhältniß ihrer spezifischen Schwere das-selbe. Da sie es aber nicht thun, so berechnet man sich eineTafel, in der man sieht, wie dieses Verhältniß für jeden Grad ist.
Endlich muß mau noch das Gesetz der Elastizität der Luftinnerhalb der Grenzen kennen, zwischen denen man diese Abwie-gungcn vornimmt, d. h. von 29 bis 13 Zoll Barometerstand.
Dieses ist das bekannte Mariotische, daß sich dieDich-tigkeit verhalt, wie der Druck.
5.
Die Luft, die auf 29 Zoll Quecksilber druckt, ist so dicht,als wenn sic mit 29 Zoll Quecksilber zusammengepreßt würde.Tie mit 28 Zoll, ist so dicht, als wenn sie mit 28 Zoll Queck-silber zusammengcpreßt würde u. s. w. Bei bekannter Dichtigkeitläßt sich leicht eine Tafel von 29 Luftschichten berechnen, derenjede einen Zoll Quecksilber das Gleichgewicht hält, wovon die erstemit 29 Zoll, die zweite mit 28 Zoll u. s.w. zusammengedrnckt ist.
Da die Luft 10,494 mal leichter ist als das Quecksilber, somuß eine Luftsäule von gleichförmiger Dichtigkeit, die einer Queck-silbersäule von 1 Zoll das Gleichgewicht halten soll, 10,494 Zolllang scyu, oder 874' Fuß.
Folgende Tafel enthält die Länge von 28 Luftsäulen, die, tzG gleiches Gewicht haben, nämlich das von einer Qnccksilber-Mle von 1 Zoll Höhe.