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und jener zeigt ihm eine neue Moralthcologic. Der Mann fängtan, darin zu blättern, und stößt ganz unversehens auf seineneigenen Gcwissensfall und sicht aus der Entscheidung des Auc-tors, daß er zur Erstattung nicht verpflichtet sei. Sogleich wirfter die Bürde seiner Gcwissensscrupel ab, ladet sein Geld wiederauf und geht beruhigt nach Hause."
„Dergleichen Fälle, setzt der schamlose Jesuit hinzu, sindbei Gott die Wirkung seiner Vorsehung; bei dem Schutzengeldie Wirkung seiner guten Amtsführung, und bei dem Menschendie seiner Vorausbcstimmung. Gott nämlich hat von Ewigkeither beschlossen, daß diese goldne Heilskette (die im Casuismuslag) gerade von diesem oder jenem Verfasser, und nicht von hun-dert oder tausend Anderen, (die dem Manne nie wären in dieHände gekommen) herabhange. Wenn nun dieser Verfasser nichtschriebe, so würde jener nicht gerettet werden. Wir bitten alsoum der Barmherzigkeit Gottes willen einen jeden, daß er kei-nem Menschen eines unserer Bücher beneide, welches ihm dieewige Vorsehung unseres Gottes und das Blut Jesu Christi er-worben hat. "^°)
Welch eine wahnsinnige Gotteslästerung!!! So weit unsereAuszüge der Lehre der Casuistcn über das siebente Gebot. Wirhalten nicht für nöthig, noch irgend ein Wort zur Erläuterunghinzuzufügen, da die gemachten Auszüge auch ohne Commentarverständlich sind.
8. s-
Das achte Gebot.
Du sollst nicht falsches Zeugniß ablegen widerdeinen Nächsten.
Nicht ein einziges Gebot ist der Verunstaltung und Unter-grabung durch die Jesuiten entgangen; so auch das achte nicht.Die Väter Jesu mögen einen Glauben gehabt haben, daß sieBerge versetzen konnten (und auch an ihrem Glauben ist beivielen Gelegenheiten zu zweifeln) aber die Liebe haben sic gewiß
22«) Lellot, 1^. 8. äe tliersred. c. !6. §. 2.