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lieber arm scyn um deinetwillen, denn reich ohnedich. Ich erwähle mir lieber, mit dir zu wallenauf Erden, denn den Himmel zu besitzen ohnedich. Wo du bist, da ist der Himmel; wo du nichtbist, da ist der Tod und die Holle. Nach dir stehetmein Verlangen; darum muß ich zu dir seufzen,rufen und bitten. Auf niemand kann ich ganz ver-trauen, der mir helfe zu rechter Zeit in meinerNoth, denn nur allein auf dich, mein Gott. Du bistmeine Hoffnung, du bist meine Zuversicht; du bistmein Tröster und mein Getreuester, in allen Dingen.
2. Alle Menschen suchen das Ihre; du verlan-gest nur mein Heil und meine Förderung, und keh-rest mir alles zum Guten. Setzest du mich auchaus mancherlei Versuchungen und Widerwärtigkei-ten, so ordnest du doch alles dies zu meinem Besten,der du pflegest zu prüfen deine Geliebten auf tau-sendfältige Weise. In diesen Prüfungen soll ichdich nicht minder lieben und loben, als wenn dumich crfüllctest mit himmlischen Tröstungen.
3. Darum setze ich auf dich.Herr, mein Gott,meine ganze Hoffnung und Zuflucht, und stelle diranheim alle meine Trübsal und Angst: weil ichalles schwach finde und unbeständig, was ich aus-