tyun dazu und davon nach ihrer Neigung, nichtwie es gefallt der ewigen Wahrheit.
6. Bei vielen ist's Unwissenheit; sonderlich beidenen, die noch wenig erleuchtet sind, und seltenjemand zu lieben wissen mit vollkommener geistli-cher Liebe. Diese werden noch viel auS natürlicherNeigung und menschlicher Freundschaft, bald zu die-sen hingezogen, bald zu jenen; und wie es sich ver-Hält im Irdischen, also stellen sie sich auch vordas Himmlische. Aber es ist ein unvergleichlicherUnterschied zwischen dem, was unvollkommeneMenschen denken, und dem, was erleuchtete Män-ner einsehen durch höhere Offenbarung.
7. Darum hule dich, mein Sohn, vorwitzigzu handeln von solchen Dingen, die deine Wissen-schaft übersteigen; sondern darum bekümmere dichvielmehr, und darnach trachte, daß du auch nurmögest erfunden werden der Geringste im Reiche Got-tes. Und ob auch einer Wüßte, wer heiliger wäredenn ein Anderer, oder für größer gehalten würdeim Himmelreich, waS nützte ihm diese Kenntniß, soer sich nicht vor mir demüthigte durch diesen Ge-danken und wieder anfrichtete zu größerem Lobe mei-nes Namens? Viel angenehmer ist bei Gott derjeni-