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net worden, nicht folget, mit dem sollst du nichtzanken, sondern es gänzlich Gott anheim stellen,auf daß sein Wille geschehe, und seine Ehre in allenseinen Dienern befördert werde; denn er kann wohlVöseS in Gutes kehren. Bemühe dich geduldig zusenn, in Ertragung mancherlei fremder Fehler undSchwachheiten; weil auch du derselben viele hast,welche andere ertragen müssen. Wenn dir dich nunselbst nicht machen kannst, wie du willst, wie ver-langest du denn andere zu haben nach deinem Gefal-len? Andere wollen wir gern vollkommen haben,unsere eigenen Fehler aber bessern wir nicht.
3. Wir verlangen, daß andere streng gezüchtigetwerden; aber wir selbst wollen nicht gezüchtigetsevn. Uns mißfällt der Andern große Freiheit, unddoch wollen wir nicht, daß man uns versage, waSwir bitten. Wir wollen gern andere durch Gesetzecinschranken; wir selbst aber wollen uns in keinerWeise weiter binden lassen. Dadurch wird alsooffenbar, wie selten wir unser» Nächsten beurthei-len, wie uns selbst. Wären alle vollkommen, washätten wir dann von andern um Gottes willen, zuleiden?
4. Nun aber hat es Gott also geordnet, daß