XV ir
-en Worten zu beschreiben? Oder haben sie nie andereTöne vernommen, alö die ihr anderes Ohr durchmaterielle» i^toff erschüttern? Eie kennen die Ge-fühle nur durch Beschreibungen, und ihr hohleö üe-bearmeS Her^ glaubt und empfindet nichts, ivaSnicht ihr klügelnder stopf ans dem Wege einer hand-werksmäßigen Logik gnden kann. Die Quelle deöLebcnS, die sie nur durch die scharfen Messerschnittektncr immer feiner und feiner spaltenden nnd tren-nenden Zergliederung materiell zu gnden wähnen,entfliehet unter den Händen dieser geistlosen Ana-tomen. Diese Uneingeweihten werden sie nie er-greifen.
Wie nun alle wahre Religion von Gott kommt,und daher nvthwendig aus einem geheimiußvollen,unbegreiflichen Grunde sprossen muß, so auch alleachte Wissenschaft und Ruust. Der Blitz ihresLichts kommt aus einer dunkeln Wolke, die wirnur von unten sehen, die aber oben gen Him-mel gekehrt ist, und daher für uns nur vorwärts,aber nicht rückwärts leuchtet. Jenseits dieser istdas Land deS Glaubens, jenes gcheimnißvolleLand,in welches nnr das gläubige Auge eines kindlichenGemuthes hinüber schaut. Zhm ist es klar und ge-wiß, ohne Worte, mir einer solchen Zuversicht,daß es tausendmal darüber stürbe.
Diesem ächten Mvsiieismus (wenn er ja so ge-nannt werden soll) sind alle Erscheinungen der sicht-baren Welt nur Hüllen des unsichtbare» unendli-chen Lebens, welches wie ein lebendiger Strom vonGottes Thron ausgehet. Nur dem andächtigen,beschauenden Gemüthe wird dieses göttliche Lebenoffenbar, und auch Natur, höhere Wissenschaft undAui,st kann nur durch ächte Mpsiik vollkommen