404
gewiß immer das Beste will —! gefallen sollte, auf dieseund dergleichen Wünsche Rücksicht zu nehmen, und dieallgemeine Gottesverehrnng genießbarer und anziehender zumachen, so darf
die Diöces nur aufgesordcrt werden, damit Mate-rialien eingesandt werden, und es wird sich zeigen, daßschon mehrere vorhanden sind, und die noch fehlen,müssen geschafft weiden.
In Betreff der Kosten zu Anschaffung einer neuenAgende kann keine Schwierigkeit Statt finden, indem fürjede Kirche ein Exemplar ex Lerurio ecclesias ange-schafft werden muß; schwieriger scheint es mit Anschaffungeines Diöcesan- Gebet- und Gesangbuchs zu sein, alleinauch diese Kosten werden ausgebracht werden, wenn diegeistliche Behörde nur ernsten Willen hat, dieses schöneWerk durchzuführen, und zwar auf folgende Art:
Der Preis des Gesangbuchs muß nicht zu hoch kom-men. Die Anschaffung muß der Diöces geradezu als et-was Gutes befohlen werden. Jeder Pfarrer muß cs ent-führen und eine Liste cinreichen, wie viele Exemplare erfür seine Gemeinde haben muß, wie viele von Wohlhaben-deren gleich bezahlt, und wie viele an Arme geschenkt wer-den müssen. Für die Ortsarme» müssen die Dominien et-was hergeben, da und dort Quellen ausgesucht werden.
Die Königl. Regierung muß aus dem Fond der weg-genommenen geistlichen Güter ei» Bedeutendes hergcbcn,und um den großen Vorschuß zu den Drnckkosten machenzu können, so gibt es ja auf dem Dome gewiß in verschie-denen Lassen Pfandbriefe oder baare Gelder, die dazu her-