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schlechten Unterricht von der Hciligenverehrnng, auchschlechte Gebetbücher, die von Gebeten zn den lächerlich-sten Heiligen strotzen, wird das arme Volk von Gott im-mer mehr entfernt. Wird nicht Maria in unfern Missalen,Brevieren, Litaneien, in allen liturgischen Büchern unsereHelferin, Mittlerin, Trösterin, Beschützerin, ja sogar un-ser Leben, unsere Hoffnung, unsere Seligkeit genannt?Wer kennt nicht das Gebet: „Maria, Mutter der Gnade,Mutter der Barmherzigkeit, beschütze uns vor den Feinden,nimm uns ans in der Stunde des Todes!" Ferner:„solve vinclu reis, grober Icuneir caecis, iirala rrostrsz-elle" und tausend andere.
Wenn man nun den stttenverderbenden Wahn des ge-meinen Volkes, vorzüglich die schädlichen Folgen des ver-messenen Vertrauens auf die Fürbitte der Heiligen betrach-tet, und hinzunimmt, daß es nicht gewiß ist, ob dieseroder jener ein Heiliger sei, da dies allein dem Herzens-und Nierenprüfer zu bestimmen möglich ist, und es ebenso ungewiß ist, ob die Heiligen unsere Bitten hören, odervielmehr es ganz gewiß ist, daß sie dieselben nicht hören,wenn man bedenkt, daß das Volk seine Bitten oft zu Hei-ligen richtet, die niemals erisiirt haben, sondern nur durchDummheit, Unwissenheit oder Betrug zu Heiligen gemachtsind; wenn man endlich in Erwägung zieht, daß die Re-ligion ohne den Heiligendienst bestand, und zwar in ju-gendlicher Vlüthe und Reinheit bestand, daß die Verehrunggedachter Gegenstände erst später anfkam und bald so aus-artele, daß über der Nebensache die Hauptsache vergessenwurde, und noch heut zu Tage von Tausende», von Mil-