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Betrachte man nun jetzt die Nachtheile, die die Ver-ehrung der sogenannten Heiligen hervorbringt. Nach deinTridenter Concilium soll die wahre Verehrnng der Heili-gen in der Nachahmung ihrer Tugenden bestehen, voraus-gesetzt, daß das möglich ist. Dadurch soll die Sittlichkeitbefördert werden. Aber was geschieht bei den gewöhnlichenKatholiken? Tausenden fällks nicht ein, mit Hinblick aufdie Tugendmustcr den sich entgcgcnstemmcndcn Hindernisse»auf dem sittlichen Pfade dieses Erdenlebens zu trotzen.Sie beschranken sich auf ein frommes Lippcnspiel, und beidem vermessensten Vertrauen ans ihre Fürbitte achten siesich des beschwerlichen Hiustrebens zu Gott und der Tu-gend überhoben. Freilich ist das größtentheils Schuld derschlechten Geistlichen: aber so wie die Sachen in der Wirk-lichkeit stehen, bleibt cs gewiß, daß die Verehrung Gottesim Geiste und in der Wahrheit, die bei unfern Andachtender erste, mittelste und letzte sein soll, in eben dem Maßeabnimmr, als die der sogenannten Heiligen zunimmt. Beiden gemeinen Katholiken ist Gott fast nichts, der Teufelund die Heiligen regieren die Welt. Geschieht ein Unglück,so hat es der Teufel mittelbar oder unmittelbar gethan.Daß das Nebel in der Welt in Verbindung mit der gött-lichen Vorsehung siche, daran denkt Niemand. Daher derGlaube an Tcufelswirkungen, Here» und Zauberer, unddie schädlichen, die Moralität zerstörenden Folgen, die Gra-ser beschreibt. So oft ein Gut errungen, oder ein Nebelabgewendet werden soll, lauft der Katholik, indem er oftdie Mittel, die die Natur und Gott uns so nahe gelegthaben, vernachlässigt, zu den Altären, bestürmt mit Bit-