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ei». Im Leonianischen Sacramentarinm komme» nur Mär-tyrer vor, »der nicht Maria und die Heiligen. Mit demVerfall der Religion und dem Wachsen des Aberglaubenssteigt der Heiligen-, Bilder- und Reliquiendiensi. DieZahl der Heiligen nimmt so zu, daß Karl d. Ge. verbie-ten muß, neue Heiligen zu machen, und ihre Leichnamethuir so viele Wunder, daß Bischöfe sich veranlaßt sehe»,den Heiligen zu befehlen, dies vor dem Angesichte des un-wissenden Volkes einzustellen*). — Endlich nlaßtcn sichdie römischen Bischöfe ausschließlich das Recht an, denHimmel mit einem Adel zu bevölkern, den Menschen Für-bitter auzuweisen, diesen Altäre zu bestellen und die Litur-gie mit Afterdienst zu bereichern**). —
Einen Heiligen nenne ich denjenigen, welcher den Vor-schriften der Religion und der Sittenlehre auf eine vor-zügliche und besonders standhafte Weise bis an sein Endegetreu gewesen ist. Die wenigen Heiligen, deren seligesEnde uns die heilige Schrift verbürgt, ausgenommen,kann man, weil es unmöglich ist, das Innere des Men-schen und seirr Ansharren in der Tugend mit Zuverlässigteilzu beurtheilen, da dieses allein dein allwissenden Gott Vor-behalten ist, niemals versichert sein, ob derjenige, demman den Namen eines Heiligen beilegt, auch wirklich ein
lllaliillaii Lola 8r»iclor. Orel. 8. IlenslI. 8uee. III. 1, SchmidtsKirchengesch. Lht. 5.
**) Johann XV, ist der erste, der Ulrich von Augsburg heiligspricht Dieses Recht wurde unter Alexander III. erweitert undnutcr Urban Vlll. befestigt. lMMillvi» Lol. 8. O. 8. ll. p. I.j>. V4U. 8. V. ^riiol. 1 ». 6?. I»«n-uUiol. 14 ele St-rv. Hol voulit. l. I.c. itg. it. 14 eel. Hoiu.