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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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die miendli'chcli Verdienste Christi, nicht aber auf die be-sondere Figur dieses oder jenes Bildes setzen, und durchdie Unsträflichkeit ihres Wandels und in dem vernünftigen,von der geistlichen Obrigkeit angeordneten Gottesdienst ihrHeil bewirken und zugleich ihre Nebenmcnschcn erbauen.Die gotteslästerlich sogenannten Gnadenbilder haben ihrenUrsprung dem Aberglauben, dem Betrug und vorgeblichenMirakeln, gegen die sich die gesunde Vernunft empört*),zu verdanken. Da dergleichen Bilder, gewöhnlich Sudeleiender rohesten Kleckser, oder plumpe Schnitzarbeiten vonZimmerleuten sind, so scheint es fast, als wenn ein Bildin eben dem Maße mehr geeignet sei, Wunder zu wirken,je unförmlicher es ist. Daher sind die braunen und schwar-zen Mirakelbilder zur Errichtung einer Wallfahrt taugli-cher, als diejenigen, welche noch neue natürliche Farbeund ein leidliches Aussehen haben. Was aber dasWallfahrten angeht, so kommen die ersten Beispiele erstim vierten Jahrhundert vor und wurden sogleich gemißbil-ligt. So sagt Gregor von Nyssa in seiner eben so schö-nen, als gründlichen Rede clo iis, Hni uäonnt Ickieroso-der weise Christ könne und solle überall Gottfinden und anbeten. Das Wallfahrten sei nicht nur nichtgeboten, sondern unnütz und gefährlich." Vgl. Hierony-mus ep. I. 2- 6p. 14- ikunlinuiu. Horn. in ev. sck

*) Was hat nicht alles, laut der Geschichte, der Pfaffen - Betrugersonnen? Bilder, die da weinten, Crucifixe, Lenen Bärte wuch-sen u. s. w.