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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Auf den folgenden Tag"), und sammelt überdies nocheine Menge von Meßstipendien ein. Am Wallfahrtsorte,wo eine unabsehbare Menge Volks zusammenfließt, Hau-fen sich die Opfer und Meßstipendien noch mehr. BeimKüssen des Mutter-Gottesbildes muß ja aufs neue auf-gelegt werde», und die Messe bei dem Gnadenbilde wirdauch höher bezahlt"*). Dabei wird das Volk obenein be-trogen; denn das Volk gibt sein sauer verdientes Geld aufMessen hin in der Meinung, daß sie vor seinem Götzengelesen werden. Die Geistlichen nehmen auch diese Sti-pendien an, da sie aber dieselben nicht alle lesen können,und mitunter doch noch ein Bißchen Gewissen haben, sowerden viele Meßstipendien weit hinein in der Diöces, angute Freunde, an solche Amtsbrüder, die in kerris ink-äLlinrn, d. i. unter vielen Protestanten, oder in Gemein-den leben, wo man schon zu aufgeklärt ist, um andere fürsich beten zu lassen und dafür zu bezahlen, gesendet, aber,wie sichs versteht, mit Rabatt. Zwar ganz ohne Müheist dieser Gewinn nicht erworben. Die Beichtlinge dran-gen sich, und es ist in der That nichts ermüdender, alssechs Stunden im Beichtstühle zu sitzen; aber es kom-men ja Helfershelfer, die, wenn sie auch noch so dumm

Die Fahnträger, Musiker uud andere Fuuctionärs lasse» sichauch auflegen und betrinken sich nachher- Dies ist alles reineWahrheit.

**) In Czeustochowa, wo ein berühmtes schwarzes Mutter-Get-tesbild ist, muß cjn fremder Geistlicher wenn er aus dem Gna-denaltar Messe lesen will, 1 Thlr. 10 Sgr. bezahlen. Die Mönchekennen dort gut.absolviren sie haben päpstliche Vollmachtenund sehr gut sause».