— 323 —
tz. 33.
G l o ck e n w e i h
Die Ccremonien der Glockenweihe oder Glockentanfe
- ! bestehen nach dem römischen Pontificale in folgenden Srü-
' cken: l) Die Glocke muß, ehe sie an ihren bestimmten Ort
kommt, so aufgehängt und gestellt werden, daß man bequem! ' in sie hineingehen, sie inwendig und auswendig berühren kann.
^ ' 2) Nahe bei der Glocke müssen Wasser, das geweiht werden
soll, ein Weihwedel, ein Geschirr mit Salz, weißlcinenei Tücher, daS heilige Ocl, das heilige Chrisma, ein Rauch-faß mit glühenden Kohlen, Ranchwerk und endlich deri i Bischofssessel, s-Ociisroriuin, bereit sein. Z) Der Bischof! ^ kommt, von den Kirchendienern begleitet, mit einem weißen! , Pluviale angethan, eine einfache, weiße Jnful auf dem^ Haupte und den Stab in der Hand, setzet sich auf das
i kaläislorirrm und betet daselbst sammt den Dienern die
i ^ Psalmen 50/ 53, 56, 66, 69, 85, 109- 4) Er steht auf
- und erorcisirt, ohne die Jnful abzulegen, das Salz: „Ich
s beschwöre dich, Crcatur des Salzes, durch den lebendigen
s -s Gott, durch den wahren -j- Gott, durch den heiligen
^ - -s Gott u. s. w." 5) Er legt Jnful und Stab ab, fal-
s.- tet die Hände und spricht: „Herr, erhöre mein Gebet m
^ j si w. Laßt uns beten u. si w." 6) Er läßt sich die Jn-
^ i ful wieder aufsetzc», ergreift den Stab und erorcisirt nun
^ das Wasser: „Ich beschwöre dich, Creatur des Wassers-
! ' - 'i' « « 's - . 's, damit du werdest ein beschwornes Was-
ser, um zu vertreiben alle Gewalt des Feindes u. s. w."
^ 7) Er legt abermals Jnful und Stab ab, und betet, die