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für alle Zeiten und Verhältnisse sich vorsindct. Wozu sollder polemische Schwur: „So wahr mir Gott helfe, dieohne Erbsünde empfangene Mutter Gottes Maria undalle lieben Heiligen Gottes!" Woher wissen wir es, daßMaria ohne Erbsünde empfangen ist? Sind Rituale dazuda, schwankende, auf gar keinen festen Grund sich stützen-de Lehren zu verbreiten? Und was haben Maria und dieHeiligen bei einem Schwnr zu thun? Der Christ schwört,wenn er ja dies muß, im Angesichte deS ewigen, Herzenund Nieren prüfenden Gottes. Ekelhaft sind mir aberdie Gebete über die Brautleute, die in der feierlichen Messecle spnnso er sssonss !m römischen Missale Vorkommen,und nach der Agende auch ohne die Messe über die Braut-leute, auf ihr Verlangen, gesprochen werden können*).Diese Einsegnungsgebete sind die nämlichen, die Braut-personen mögen sich die Hände in ihrer Fugend, in denmännlichen Fahren, oder im Greisenalter bieten, ihreJahre, Verhältnisse und Neigungen mögen zusammenstim-men, oder von einander abweichen. Was muß der Geist-liche, was müssen die Brautpersonen, was müssen die Zu-hörer denken, wenn auch bei dem Segen über eine 50 —60jährige Braut gebetet wird: „Der Gott Abrahams,Isaaks und Jakobs sei mit euch! an euch erfülle er seinenSegen, daß ihr die Kinder eurer Kinder bis ins dritteund vierte Geschlecht sehet und hiernach das ewige Leben
Daß aber der Pfarrer für die »euc Bemühung sich bezahlenläßt, versteht sich. Au manchen Orten werden die Taxen fürchler-licb übertrieben. Beweiv sind ja die einlaufenden Klagen der Kirch-kinder.