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die Bulle Bonifacius VIII. uusculra 6Ii IZOL öffent-lich verbrennen ließ, und späterhin zur Zeit deö baierischcnLudwigs patriotische Männer Licht verbreiten über dieGrenzen geistlicher und weltlicher Macht, mochten auchdie aus ihrem Schlummer erwachten Völker sich nach einerReformation an Haupt und Gliedern sehnen, und auf denSynoden von Konstanz und Basel Grundsätze aufgestelltwerden, die der ganzen päpstlichen Tyrannei den Sturzbereiteten: die Päpste vernichteten die Wünsche aller Na-tionen, vereitelten die Beschlüsse der Concilien, und fuhrenfort, alle diejenigen, die ihre Vernunft dem römischenDespotismus nicht unterwerfen wollten, zu verfluchen. —Unter allen diesen Verbannungen und Verfluchungen sinddiejenigen, welche zu Rom alle Jahre am Gründonners-tage wider die Ketzer und alle, die sich der römischen Kircheauf was immer für eine Weise widersetzen, feierlich aus-gesprochen wurden, die merkwürdigsten. Diese gab endlich,vermehrt mit merkwürdigen Zusätzen und Klauseln, PapstPius V., ein Dominicaner-Mönch, 1568 heraus. Vonnun an behalten sie den bleibenden Namen der Kulls ineooiru äourini, und haben die Absicht, die gefährlichenund allen Staaten den Umsturz drohenden Grundsätze despäpstlichen Hofes als ewig dauerndes Gesetz in der gan-zen Christenheit zu sanctiouiren, und vorzüglich den Bi-schöfen, Pönitentiaricn und Beichtvätern zur Richtschnurin Ausübung der Hirtenpflichten und in Gewissensfällenzu dienen. — Die Fürsten aber, im Gefühl ihrer Rechte,bewiesen eine bewunderungswürdige Standhaftigkeit, umdiese Ausgeburt der römischen Curie sammt ihren fürchtet-