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und Empfindungen anfzuregen? Ich läugne nicht dasSchöne und Erhabene in den moralischen Psalmen. Dochsind diese denn immer in die Liturgie ausgenommen? Kom-me» nicht säst in allen orientalische Bilder und jüdischeBegriffe vor? Der Christ hegt andere Begriffe, andereHoffnungen, andere Erwartungen in religiöser Hinsicht, alsder Jude. Dem Juden war sein feurigster Wunsch irdischeGlückseligkeit und ein irdischer Messias, der den ThronDavids Herstellen und dem Reiche Israel die Oberherrschaftder Welt verschaffen würde. Der Christ hat schon seinenMessias, aber keinen irdischen, der das Reich der Tugendund der Wahrheit aufgerichtet, und eine Gotteöverehrungim Geiste und in der Wahrheit gestiftet hat. Er trachtetdaher nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit,und richtet seinen Blick auf eine bessere Welt. Wie elendsind nicht ferner die Litaneien zu allen Heiligen und dielauretanische Litanei zu Maria! Doch von diesen will ichweiter unten reden. Sollten nun wohl diese lateinischenPsalmen, Gebete, Antiphonen den Namen christlicher Got-resverchrungen verdienen? Da sitzt nun das liebe katho-lische Volk in den Kirchen, hört die Chorsänger und denPriester lateinisch schreien, bciet was ihm beliebt, oderwenn es den Rosenkranz abhaspelt, versinkt es in dengeistlosesten Mechanismus, und geräth immer mehr in dengefährlichen Jrrthum, daß dem Beten mit dem Munde,und vorzüglich der Ertheilung des Segens eine magischeKraft inwohne.
Auch dieser Thcil der öffentlichen GotteSvcrehruugmuß umgeändert werden. Es muffen christliche Psalmen