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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Thalcn begangen haben, die nie empfohlen und nur durchein verirrtes Gewissen entschuldigt werden können, so daßsie weit eher bemitleidet, als auf den Altar gestellt undzu Gegenständen religiöser Verehrung gemacht werdensollten. Selbst Messen zu Heiligen, die niemals cristirthaben, gibt es. In einige Messen der Heiligen sind selbstdie Mahr che ii, die man von ihnen ersonnen hat, hineinge-rragen. So muß am 25. Novbr., am Feste der heiligenKatharina, der Geistliche beten:Gott, der du dem Mo-ses auf der Höhe des Berges Sinai das Gesetz gegebenund an eben diesen Ort durch deinen heiligen Engel denKörper der seligen Jungfrau und Märtyrin Katharina hasttragen lassen, gib, wir bitten dich, daß wir durch dieFürbitte und Verdienste zu dem Berge, welcher Christusist, kommen mögen." Am 10 . Febr. wird in der Messeder heiligen Scholastika erzählt, sie habe durch ihre Für-bitte Regen vom Himmel kommen lassen. Im kroprioist dieses weiter aus einander gesetzt, mit dem Insatze, siesei in Gestalt einer Taube in den Himmel geflogen. In derBreslauer Diöces wird selbst am 1. Juni (in der röm.Kircheam 26- Mai) eine Messe auf Gregor VII. gelesen. In demGebete im Breviere wird Gott deutlich genug gebeten, daßer der gesammten Geistlichkeit den Geist Gregors einslößeilmöchte. In Oestreich wurde schon am 7. Mai 1774 undam 15. Juni 1782. befohlen, diese gefährliche Leclivn zutilgen. Möchte man nicht vielmehr zu Gott beten: Herr!bewahre deine Kirche vor Hildebrandischem Religionseiferund würdige dich, sie von dem schon längst ausgestreutenund dem neu aufwuchernden Aberglauben und dergleichen