abhalten durch das dumme Geschrei unwissender, eigennüz-ziger WahrheitSfeiiide, sondern huldigt dem Evan-gelium. Eure edlcn Bestrebungen werden nichtunbelohnt bleiben, sondern den Sieg erhaltenund mit Segen gekrönt werden. Eure Gläubigewerden an eurem Grabe Thränen des Dankes weinen undeuch in dankbarem Andenken bewahren; noch nach Jahr-hunderten werdet ihr segensvoll wirken und leuchten. Okönnte ich euch mit der liebevollen Stimme eines Johan-nes, oder mit der feurigen Sprache eines Paulus für dieAusführung dieses in der Vernunft und göttlicher Offen-barung begründeten Mittels begeistern! Möchtet ihr diesthun, che das völlig sehend gewordene Volk aus inneremDrange nach den Tröstungen der Religion sich an seinenLandesfürsten wendet, und dieser, wie Justinian, kraftseines ihm zustchendcn Rechtes den Spruch fällt: ,-Jchwill, daß hinfüro mein Volk, daß die Religionslehrer be-soldet, den Gottesdienst in der Muttersprache habe, wodieses schon die gesunde Vernunft zeigt, der Apo-stel gebietet, und das Völkerwohl erheischt!"
§. 17 .
Kritik des Meßbuches.
Das Meßbuch ist ein reichhaltiges Magazin des Unglau-bens, Aberglaubens und des religiösen Afterdienstcs *). Es
*) Daß das Meßbuch mannigfaltiges Gute enthalte, will ich nichtleugnen. Mie könnte cs auch sonst ein religiöses Buch sei»? S.Winter: Erstes deutsch, krit. Meßbuch- München 1810 , und dcffelb.