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nicht so arg, wie sie lichtscheue Prakticantcn darstellenmöchten. Es hat zum großen Theile einen unbefangenenVerstand, einen offenen Sinn und ein empfängliches Herz„nd zeigt gar oft einen Hellen Blick und gesundes Unheil.Vielmehr ist der Wunsch des Volkes allgemein und lautnach einer Acnderung, cs freut sich dieser, weil es hiedurcham öffentlichen Gottesdienste mehr Theil nehmen kann,weil cs versteht und fühle, was vor seine» Augeu vergeht.Dies wissen alle jene Männer, die Verstand und Gefühlfür einen reinen Gottesdienst haben und die deutsche Spra-che anwendcten, um nicht als träge Handwerksknechtc amAltäre zu stehen, während ihr Volk nicht trostlos da sitzt.Das Volk wird immer mehr empfänglicher werden, nurmehr den Segen fühlen, wenn mehrere Geistliche sich wech-selseitig in ihren Gemeinden zu der Umwandlung die Handreichen. Nein! Das Volk fühlt viel zu gut das Beseligendedes Gottesdienstes in der Muttersprache, nur muß cs vor denEinflüsterungen scheinheiliger Betrüger und unwissender Pfaf-fen, unter denen, mit Scham muß ich es sagen, es sogar einigegibt, die fähig sind, Gemeinden gegen ihre aufgeklärten Seel-sorger aufzuhetzen, sorgfältig verwahrt und von religiösenund weisen geistlichen und weltlichen Obrigkeiten geleitet wer-den. Sei es auch, daß hie und da das Volk unzufrieden ist, sozeigt dies nur, daß es ihm an richtigen Religionsbegriffcnfehle und daß es also belehrt werden müsse. Auch dieJuden ärgerte des Heilandes Lehre. Er hörte deswegen nichtauf, die Wahrheit zu verkünden und diese hat gesiegt undstrahlet noch Jahrtausende fort. Christus schickte weislich derUmbildung des äußern Gottesdienstes reinere Begriffe und