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den geschicktesten und redlichsten Männern seiner Zeit, un-ter denen auch viele Geistliche und Bischöfe waren, auf-setzen und dem Cvncilium überreichen ließ, heißt cs unter! andern, Artikel 1Z: „Da das Volk den Gebrauch derMuttersprache bei dem Gottesdienste und der Ausspendungi der Sacramcntc sehnlich st verlange, und aus der Geschichte
! bekannt sei, daß man sich wirklich derselben bedient habe,
so stehe zn erwägen, ob man nicht unter die lateinischenGesänge und Gebete an Ort und Stelle auch solche, die) in der Muttersprache verfaßt sind, einmischcn solle*)." —Gemäßigter, wohlmeinender, schonender konnte niemandreden. Doch der Kaiser erreichte seinen Zweck nicht. Er; hatte es bei der römischen Curie versehen. Er hatte ver-
langt, daß sich der Papst und die Curie reformiren lassen,das ruchlose Leben der Geistlichkeit abgeschafft, die Bischöfeund Geistlichen ihr Amt selbst verwalten und noch vieleandere höchst wvhlthatige und gerechte Forderungen erfülltwerden sollten. Nur bedauern muß man, daß Ferdinand,kraft seiner Majestätsrechte, nicht rascher zu Werke gingund, statt ängstlich eine Reformation zu erbitten, nichtselbst Hand ans Werk legte. Es ward obenhin von demConcil behauptet: es habe ihnen nicht rhunlich geschienen,allgemein (passim) in der Volkssprache Messe zu halten,und diejenigen wurden verflucht, die behaupten, man könnenur in der Volkssprache Messe lesen**). Von diesem Eon-
*) Schmidt'6 Gcsth. der Dcutschr». Thl. 7- Ulm 1786. (nrurcWcltgcsch. 2 Lhl.) S. 119. d'. §. 11 „. 12. 2. Bd. 6. B.
s 58. Schmidt a. a. O.
**) Londl. 'Hiclent. Less. 22. o. 8. 9.