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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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aufgedrungen werden. I» den Landern, wo das römischeJoch lastet, denkt aber niemand daran, dem Volke in denKirchen verständlich zn werden, und man findet sich über-rascht durch Jnnocenz HI-, der auf dem vierten Concilim Lateran 1215 ein Decret erließ, welches allen Bischö-fen zur Pflicht macht, in allen Diöccsen und Städten, woVölker von verschiedenen Sprachen beisammen wohnen,taugliche und tüchtige Männer anzustellen, die denselbennach Verschiedenheit der Sprachen und Gebrauche den Got-tesdienst hielten und die heil. Sacramente ausspendeten, !und Jnnocenz IV., der einem Bischöfe erlaubt, denGottesdienst in der Landessprache zu halten, ec» guock, 'setzt er ganz vernünftig hinzu, serriro roi «w iron res ser-rncnri est subjsctu *). Katharina, Königin vonFrankreich, sch.rieb 1361 an Papst Pius IV. wegen Auf- fl

Hebung der Ursachen, welche Zweifel und Streitigkeiten in fl

der Religion verursachten, unter andern: daß auch derGottesdienst in der Muttersprache vorgenommcn werden flsolle. Unter den fünf Forderungen, welche der Gesandtedes Königs von Polen an Papst Paul IV., im Namendes Königs und des Reiches, stellte, war di5s die erste:die Messe soll in der Vaterlands- und Muttersprache ge-feiert werden. Auf dem Tridenter Concil macht die deut-sche Nation die dringendste Vorstellung, daß man alleGottesverehrungen in der Landessprache halten solle. Inden Reformarionsartikeln, die Kaiser Ferdinand von

*) discipl. 3. n. 24. Ijenediel. de s^nod. dioeces. I. 6.

c. 10. n. d'.