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von Bremen? Die kindischen Auszeichnungen, Vorzüge,äußere Rechte, Vergrößerungen ihrer Kirchcusprengel such-ten sie alle von Rom zu erhalten, und opferten diesem dasInteresse der Religion, des Vaterlandes und der Fürste»auf. Dietrich von Trier erhielt 975 vom Papst dieErlaubniß, bei großen Feierlichkeiten auf einem, mit einerbesonder« Decke behangenen Pferde zu reiten *). Rom aberführte seinen auf die feinste und überdachteste Klugheit ge-stützten Plan beharrlich aus, um alle Welt in Ketten undBande zu legen — und erreichte ihn bis zu einem gewis-sen Maße. Höchst selten gab eS Bischöfe, wie Ahytovon Basel**) oder Aribo von Mainz ***), welche die römi-schen Absolutionen für ungültig erklärten****). Die Ein-führung der römischen Liturgie und der röm. Sprache hatalso in der Politik der römischen Päpste, eben derselbenQuelle, von wo so viel anderes Unheil über Deutschlandgeflossen ist, und in der Niederträchtigkeit und großen Ig-noranz des Klerus ihren Grund. — Aber mit der Ein-führung dieses fremden Gottesdienstes, und unter dem ei-sernen Sccptcr der römischen Hierarchie nimmt Barbarei,die Herrschaft des Aberglaubens, der Verfall der Religio»und Sitten zu, das Volk wird absichtlich in Unwissen-heit erhalten, durch schauspielartigen Pomp und leeres Ce-
*) Ilonllieiin 1'ievtr. I'onr. I. 312.
**) o. 18.
***) tsnnci'I. 8i>IsZ»nsIn(I. q. 1022. c. 18.
****) I. E, Chr. Sclnmdt'S Handb. der christ, A. G, 5. Lhl,S. 1—31. — Wer Augen hat zu scheu, lese: Schmidts Geseh.dcr Deutsch, Moser, Gcsch. dcr Papst. Nuntien inDeutschl. 2. BL,§r>Hikf. u»d Leipz. 1738, Wecknicistcr's Beiträge S- 30.