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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Lippen, aber ihr Herz ist weit von mir entfernt*)." Andie Stelle des jüdischen Ceremonicnspi'elö setzte er seinenneuen Cultus, der sich aus die Verehrung Gottes im Geisteund in der Wahrheit gründet, und sich in Gesinnung undThar offenbaret. Er selbst übernahm das Amt eines Lch-re>s der Wahrbeit und verwaltete es bis zum letzten Hau-che am Kreuze. Als er seine Boten aussandte, nm denschon von Ewigkeit her entworfenen Plan zur Umwälzungdes religiösen Sinnes der Menschen zu vollenden, gibt erihnen den wiederholten Befehl: Gehet hin und lehret alleVölker**)." Dem mündlichen Unterrichte fügt er einigewenige prnnklose Symbole, die aber von desto tieferer Be-deutung und eingreifenderer Wirksamkeit sind, bei. Erschreibt die Taufe als Einweihungs-Ceremonie in sein sitt-liches Reich vor und zum Andenken seines h. Bundes mitden Menschen und der Menschen unter sich setzt er sei»heiliges Abendmahl ein. Damit aber seine Schüler undspatere Bekenner es einsehen möchten, die Theilnahme anseinen Geheimnissen dürfe nicht ausartcn In kalten Mecha-nismus, schickt er der Einsetzung seines Licbcsmahles herz-ergreifende Reden von der Bruderliebe voran und prägt esden durch sein Beispiel schgn belehrten Jüngern ein, dasSymbol nicht von der Erklärung zu trennen, und vorzüg-lich der Taufe den Unterricht voranzuschicken. Matth. 28 ,19> Sehr wenige Symbole hat also Christus in seinerKirche festgesetzt; der Klugheit seiner Bekenner überließ er

*) Matth. 15, 8.

*») Joh. 4, 24. Matth. 28, IS.