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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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Seite
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den Grenze» dieser Schrift. Nnr noch bemerke» will ich,daß die stärkste» Verfechter des Cölibats Leute sind, diesich und das Wohl der Kirche den herrschsüchtigen ZweckenRoms verkaufen, oder frömmelnde Schwärmer, oder ge-fühllose Menschen, die nicht sehen wollen, wie entehrendder Stand unserer Volkslehrer ist, oder endlich Leute, de-nen das ungebundene, ausschweifende Leben (varioius ckc--leciwi) das angenehmste ist. Ein Beispiel der letzten Artist der Cardinal-Legat Gregors VII., der in London aufeinem Eoncil den Cölibat predigte*), und in der Nachtbei einer öffentlichen Dirne ergriffen wurde. Männer aber,die nicht Brunst leiden, wie die Finsterlinge schimpfen,sondern von den reinsten Sitten und der strengsten Ent-haltsamkeit, wie Paphnutius, Männer, die cs mirder Kirche gut meinen, und begeistert sind für die Herbei-führung einer kräftig christlichen Zeit, die Erkcnnrniß derWahrheit und Tugend nach Kräften zu befördern suche»,fühlen die unmenschliche Bedrückung so vieler Tausende ih-rer Mitbrüder, sehen es als Sache der Menschheit an,ihnen ihre Thcilnahme zu bezeugen, und den Fluch überein solches das Heiligste der Menschheit zerstörende Gesetzim Angesichte der ganzen christlichen Welk auszusprcchen.

S- 8.

M a u r e r e i.

Noch will ich erwähnen, daß der Hirtenbrief, odervielmehr der Verfasser desselben, sehr über die Maurer

*) Laveur «ui «n. 1125. Vol. II. 253.