Wohl der Kirche zu befördern, voll des reinsien Sinnes —mußte eben deswegen, weil er nicht im Sinne Nomö han-delte, den Streichen der römischen Curie unterliegen, ei» Schick-sal, daö allen großen Männern zu Thcil wurde. — DiesePastvral-Confcrcnzcn, die auch im Würtembergischen gehal-ten werden, müssen aufs neue bei uns erneuert werde». DieArchipreöbyteratö-Gcistlichkeit versammle sich wenigstens zwei-mal im Jahre beim Erzpriesier, pflege literarische Unterhaltun-gen, verhandle über die wichtigsten Gegenstände der Theologie,die Bezug haben auf die praktische Seelsorge, und vom Bischofoder den Mitgliedern am Ende jeder Sitzung schon für diekünftige promulgier werden, lege schriftliche Arbeiten vor,vorzüglich der jüngere Klerus, wobei jedes Mitglied schriftlichund mündlich seine Meinung äußere. Jeder Geistliche mußdabei erscheinen, jeder Caplan hat, so wie der älteste underste Pfarrer, gleiches Recht, mit bescheidener Freimüthig-keit seiue Meinung und Wünsche zu äußern. Der Geistder Eintracht, der Liebe beseele die Versammlung, der fei-erliche Spruch des heil. Augustins: in nLC6S8arüs unitas,in ilnbüs lilmiuss, in oinnilms ccnitas, sei das Haupt-siatut der Verhandlung, und wird man nicht einig, so trenneman sich wie Polycrates und Auicetus. Die Ver-handlung mag immerhin ein frugales Mahl beschließen,das, unter Brüdern genossen, ein herrliches Ding ist. DieProtocolle und Aufsätze laßt der Erzpriester nach den Con-fcrenzen circuliren, sendet sie, von allen Mitgliedern desKreises unterschrieben, an das bischöfliche Amt, dessen zu-rechtweisende Bemerkungen, oder lobende Genehmigung er-wartet wird. Was das letztere betrifft, so zeichnen sich
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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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