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Erfahrung von Jahrhunderten verleihen, das menschlicheDasein gleichsam ansdehnen, durch welche sie leben mitgroßen Menschen der Vorzeit und vermögen, in die dunkel-ste Nacht der Zukunft zu schauen.
Und dann, warum sollen denn bloß allein den Caplä-nen, warum nicht auch den Pfarrern die Bücher visitirtund die Kataloge abgefordert werden. Ist es bei letztemnicht nothig? — Guter Gott! Ich kenne mehrere Archi-presbytcrate, wo auch nicht ein Pfarrer jährlich ein neuestheologisches Buch oder ein theologisches Blatt liest.
Wohl aber gibts viele Pfarrer, die vom frühen Mor-gen bis auf den Abend ans dem Acker, in den StällenHerumrasen, mitunter Mist laden, vor der Messe mit demKnechte in den Wald nach Holz fahren — Handel trei-ben — selbst auf dem Markte erscheinen, hinter ihre Kö-chin sich stellen und mit den Käufern handeln. EinigePfarrer lesen nicht einmal die Zeitung, sondern nur dieAmtsblätter. Andere treiben sich in belletristischem Wüsteherum, um bei den Theegesellschaften der unterhaltungs-süchtigen Welt etwas vornehm seicht vorschwatzen zu kön-nen*). In einigen Archipresbyteraten findet man nur dieelende, aller gesunden Vernunft und dem ältesten Christen-thum trotzende Zeitschrift des Katholiken. Von oben hersollte den Klerus zu lesen empfohlen werden: die Jahres-schrift für Theologie und Kirchenrccht der Katholiken, i.—6. Bd. Ulm 1806 — 24, jeder Band hat 3 Hefte; Archiv
*) Zu dieser Beschreibung könnte ich die Originale zahlreich an-sühren.