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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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römischen Inder, einen Platz zu finden. Und wenn manbedenkt, wie wenig seit einigen Jahren Aufmunterung zumwissenschaftlichen Studium vom Dome ausgegangcn ist,und wohl auch ausgehcn kann; und andererseits erwägt,wie neuerlich wiederholte Befehle von daher erlassen wor-den sind, ja nicht von der Diöcesanagende abzuweichen,ohne daß irgend etwas gethan würde, um der dringendstenNoth im entferntesten abzuhclfen, so wird ein solcher Ver-dacht Entschuldigung finden. Eine Bücheringuisition indiesem Sinne wäre schrecklich: denn warum sollte nichtjeder Geistliche das Recht haben, sich Bücher anzuschaffcn,wie viele und welche er will, da man von ihm doch wohlso viel voraussetzen kann, daß er in der katholischen Dog-matik so fest begründet sei, um nicht schwankend gemachtwerden zu können. Wie hatte er denn sonst als Lehrer fürandere ausgestellt werden können? Oder wollte man durchjene Verfügung bezwecken, daß die Capläne mehr Geldauf Bücher verwenden? Allein auch hiermit erreicht manseinen Zweck nicht, und wegen der besondern elenden Lagemancher Capläne kann man ihn nicht erreichen. Man stellenur gebildete Seelsorger in der Seelsorge an, errege in ih-nen vernünftiges Studium, und von selbst werden sie dieBücher, wie Petrarca spricht, für ihre besten Freundehalten, die ihuen Gesellschaft leisten in der stillen Ruheihres Zimmers, ihnen äufs Land folgen, ihre Einsamkeiterheitern, des Lebens Ruhestunden auf das angenehmsteausfüllen, Muth und Kraft im Mißgeschick geben, eineninncrn Frieden auch unter den härtesten Stürmen des Un-glücks gewähren, die Blätter der Geschichte öffnen, die