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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
Entstehung
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Dispensen vor, schallet mit dem Kirchengnte nach Belle«den, macht Auflagen, verschenkt Pfründen an niederträch-tige Vcrrather ihrer Kirchen und verkauft sie für baarcsGeld. Unter dem stattlichen Titel eines StatthaltersChristi, wirft er sich zum unumschränkten Richter aller Gläu-bigen") auf, entscheidet über Jrrthum und Wahrheit, ge-bietet über den Verstand, das Herz, die Handlungen derMenschen, eröffnet den Himmel, stellt selbstgeschaffcne Hei-lige auf den Altar neben Gott und Christus, verdammtzur Hölle, wendet alle Mittel an, um die Nichtglaubeu-den, oder nicht recht Glaubenden zu unterwerfen, schlagtalle, die seinem unermeßlichen Ehrgeize im Wege stehu, mitdem vaticanischen Donner zu Boden, führt sie auf den

*) Wer kennt nicht das Capikel nuno auw», und das schöne Axiom,der erste Stuhl kann von Niemand, er sei wer er will, gerichtetwerden. Die gtossa l» on. 2. o. 15. g, 6. sagt, der Papst kanngegen LaS Evangelium, die Apostel und gegen das Naturrecht dispen-siren. Die gIo55» über e. 3. tlt. 7. Iik>. 1. Dsoeetul. Eeogoeil IX:die einzige Ursache, die man von allem, was der Papst thut, zu ge-ben hat, ist, weil cs sein Wille ist, und wer sollte kühn genug seinund sich erfrechen, ihm zu sagen, warum handelst du also? Da erüber alles Recht erhaben ist, kann er auch von allem dispcnsircn, dieUngerechtigkeit selbst kann er gerade machen, alle Reichsverfügungenkann er »ach Belieben andern und umstoßcn. Die glosü» »ä o. 4.Lxti'sv. losnnis XXII. >Ie ve>k>c>>'. slgilik. (t. XIX) wer sich erküh-nen würde zn behaupten, daß der Herr unser Gott, derPapst, der Urheber dieser Decretale, nicht also habe verordnen kön-nen, müßte als Ketzer betrachtet werden. Diese Worte befinden sichin zwei Ausgaben, zu Lyon 1584 und 1606 und in dreien zu Paris,1585, 1601, 1612. Daß die Römer selbst, um ihre Allgewalt zubeweisen, das Meßbuch verfälscht haben, bezeugt Percira z,. 210.Andere Beweise von dem weltkundigen Brauche Roms, wie Percirasich ausdrückt, alte und neue Denkmäler zu unterdrücken, führt er p.200, 216, 267 an.