Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
526
Einzelbild herunterladen
 

526

Zu den neuerdings aufffefundenen denkwürdigen That-Sachen gehören die Lagen [?] von Holzkohlen, welche manliehst Gebeinen von Pferden , Rotlnvild und von Schweinenin dem von verglasten Mauern umgrenzten Raume getroffen;es ergibt sich daraus, dass die Festen mitunter, wenigstensvorübergehend, bewohnt gewesen *.

Das Einwirken der Hizze, in allen verschiedenartigenAbstufungen, ist an den Mauersteinen durch die Aenderun-gen welche sie erlitten, bald mehr bald weniger auffallendwahrzunehmen. Die Mauern mancher verglasten Burgenso u. a. jene auf dem isolirfen Hügel Dun Mac Sniochuinin Galloway, eine Landschaft welche mehrere Denkmale derbefragten Art aufzuweisen hat tragen in ihrer ganzenErstreckung Merkmale der Verglasung; stellenweise ist die-selbe jedoch vollständiger. Die ausgezeichnetsten Schlackentrifft man mehr am Boden ; aufwärts zeigt sich ein Gemengevon porösen Schlacken und von Steinen, die nur theilweisegeschmolzen, aber demungeachtet den Schlacken fest verbun-den sind ; noch höher haben blosse Röstungen, ohne Vergla-sungen, statt gefunden. So mindern sich allmählich die Spu-ren der Feuer-Effekte, und es bleibt zulezt, an den höch-sten Theilen, nur ein Haufwerk unverbundener Steine. Beimehreren Forts war die Verglasung auf der Aussenseite derMauern in der ganzen Runde sichtbar und die augenfällig-sten Glüht-Merkmale zeigten sich ungefähr 2 Fuss weit;oder es bedeckte ein Ueberzng von ungefähr 2 Fuss Stärke,aus Steinen mit untermengtem verglasten Material bestehend,einer Rinde gleich, die eigentliche Trocken-Mauer. Hin undwieder, so z. B. bei der jezt zerstörten Burg Gatacre-hmxsein Shropshire , trugen nur die gewissen Weltgegenden znge-

* Briefliche Mittheilung des Hm. G. Anderson zu Inverness. In ei-nem der von ihm untersuchten Forts , erstreckte sich eine Holz-kohlen-Fage [?] von einer Seite zur andern unterhalb dev nurauf eine Weite von 1 bis 2 Fuss verglasten Mauern: das Uebrigebestand aus losen , vom Feuer nicht angegriffenen Steinen, aberzwischen denselben fanden sich grosse Schlacken-Stalaktiten.