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2 (1832)
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hernihrenden Schlacken nie gefunden. Die Augit-Formenscheinen sich bei schnellerer Abkühlung gebildet zu haben,jene der Hornblende hei mehr allmählichem Erkalten. Wäh-rend es, wie uns bekannt, den Chemikern gelang, durchZusammen - Schmelzung der Bestandtheile im richtigen Ver-hältnisse, Augit - Krystalle darzustellen, konnten bis jeztkeine Hornblende-Krystalle erhalten werden *.

Was oben in Betreif der Augit-Krystalle gesagt worden,welche wir als Ausscheidungen aus der Laven-Masse, oderals durch Sublimation entstanden zu betrachten geneigt sind,scheint auch bei gewissen Vorkommnissen der HornblendeAnwendung zu linden. Wir besizzen eine Vesuvtsche Lava,als deren häufigste und deutlichste Gemengtheile Leuziteund Augite sich zeigen, während die zahlreichen Blasen-räume mit unendlich vielen höchst kleinen und ungemeinzarten, aber dabei sehr scharf und deutlich ausgebildetenHornblende -Kryst'allen erfüllt sind. Das ganze Erscheinendieser Krystalle ist so, dass man dadurch ähnlichen Vermu-thungen zugeführt wird, wie wir über die Bildung der Au-gite ausgesprochen haben **.

* Gr. Rose sagt (in seiner wichtigen Abhandlung: über die Nothwen-digkeit, Augit und Hornblende in eine Gattung zu vereinigen, Pog-gendorffs Ann. d. Pliys. B. XXII, S. 336 ff.)Wenn aber schnelleAbkühlung eine der Ursachen der verschiedenen Krystallformen desAugits und der Hornblende ist, so müsste man durch Schmelzungder Hornblende Augit erhalten können ; und diess ist etwas, wasich vollkommen bestätigt, fand. Strahlstein vom Zillrrthal inTyrul schmolz, im Platin-Tiegel der heftigsten Ilizze des Ofens derhiesigen Porzellan - Fabrik ausgesezt, und die Masse gab beim Er-kalten dünne faserige Krystalle, die büschelförmig zusammengehäuftwaren, aber sich dennoch deutlich erkennen und mit dem Reflexions-Goniometer messen Hessen. Es waren aber lauter Augit-Krystalle, welche nicht allein deutlich die Seiten-, sondern auchdie Endflächen des Augits zeigten u. s. w. Ganz gleiche Re-sultate hatten Mitscherlich und Berthier bereits vor acht Jahrenmit einem Grammatit erhalten u. s. w.

** G. Rose erwähnt (a. a. 0. S. 336) eines Laven-Stiickcs, gleichfalls