Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
496
Einzelbild herunterladen
 

490

saurem Mangnn-Oxytlul und Kieselerde, die nämlichen Kry-stall-Gestalten von vorzüglicher Deutlichkeit erhalten.

Mit diesen Formen des künstlichen Silikates stimmenjene des Eisen-reichen Olivins (Hyalosiderit) am meistenüberein, welcher im Kaiserslukl-ij ,ebirge des Breisgaus vor-kommt *. Nur haben die Krystalle des sogenannten Hyalo-siderits eijiige abgeleitete Flächen mehr auf'zuweisen **.

An die Erfahrungen, über künstliche Bildung von Olivin-Krystallen, reilien sich nicht unpassend einige Bemerkungen,die verschiedenen Ansichten und Muthmassungen den Ur-sprung des Olivins im Allgemeinen betreffend. Sie stehenhier um so mehr an ihrem Orte, da sich unser Fossil mitwenigen Ausnahmen beschränkt zeigt auf die Basalte undihre Triiinmer-Gesteine, und wo wir dasselbe in andern Fels-arten, als in basaltischen sehen, da gehören diese stets sol-chen an , welche die geläuterte Geognosie unserer Zeit den

''Ilr. Dr. Eisenj.ohr, früher mein Zuhörer, hat interessante Bemer-kungen über den sogenannten Hyalosiderit mitgetheilt und über daseigenthümliche Gestein, welches jenes Mineral führt. (Geognost.Beschreib, des Kaiscrstuhlcs. S. 88, 89 und 98.)

' S: Vom Eilande Bourbon- bcsizze ich wie bereits in der I. Abtheil.S. 176 erwähnt worden eine blasige basaltische Lava, die über-füllt ist mit Olivin-Einschlüssen , welche, was das Gold- und Mes-sing-gelbe, das Angelaufenscyn mit bunten Stahlfarben und denmetallischen Glanz betrifft, den eisern-eichen Olivinen des Breisgausganz gleichkommen, aber von ausgebildeten ICrystallen ist nichtswahrnehmbar. Aehnliche Erscheinungen fanden wir an manchenOlivin - Massen von Rentieres bei Ardes unfern Tssoire in Auver-gne , ferner an den in der bekannten basaltischen Lava von Nie-der-Memlig verkommenden Olivin - Einschlüssen u. s. w. Auch dieOlivin-Theile, neben zahlreichen kleinen Fcldspath-Krystallen in derdoleritisehen Lava des Vulkanes Sempo auf Celebes enthalten, sindvon oberflächlichem metallischem Glanz und Aussehen, jenen vonBourbon durchaus ähnlich. Wir erinnern hierbei an StromeyersErfahrung, zu Folge welcher im Olivin, neben dem Eisen - Oxydul,eine geringe Menge Eisen im Zustande von schwarzem Oxyd vor-handen ist. Diesem Gehalt verdankt das Fossil seine gelblichgrüneFarbe. Durch anhaltendes Glühen heim Luft-Zutritte vermehrt sichderselbe sehr und der Olivin lauft sodann mit bunten Farben an.