447
Pusch, v. Seckendorff, Sedgwick, Stifft, B. Studer, Weiss,Zeuschner, Zobel u. A.
Es kann nicht Absicht seyn, Alles (larzulegen, was überden Gegenstand bekannt geworden. Ein Gesaimnt-Ueberbliek,oder vielmehr ein Andeuten der besonders merkwürdigenErscheinungen, genügt zu unserem gegenwärtigen Zwecke.
Granit und Gneiss.
Die Zeit ist nicht lange abgelaufen, wo die Frage überden Ursprung des Granites sich ungefähr in derselben Lagebefand, wie jene, welche die Basalt - Genese angebt. Alleinwer wird, auf dem jezzigen Standpunkte der Geologie, ge-schichteten und ungeschichteten Feismassen, solche die ineingeschlossenen Ueberbleibseln einer frühem Thier - oderPflanzenwelt Urkunden ihres Herkommens bewahren, undjene denen solche Reste gänzlich fremd sind, eine und dienämliche Entstehungs-Weise zuschreiben? Der Prozess, wel-cher Granite hervorbrachte, war ohne Zweifel nur in unter-geordneten Umständen von dem verschieden, in Folge dessenandere abnorme Felsarten gebildet worden. Granite —und was von diesen zu sagen , lässt sich auf Diorite, Por-phyre , Trachyte u. s. w. anwenden — bilden gleich denBasalten Gänge in den übrigen Felsarten, in spätem wie indenen, welche als die ältesten gelten ; sie zeigen Phänomene,jenen ähnlich, welche diese vulkanische Gesteine wahrneh-men lassen; sie störten die Schichtung, umschlossen Bruch-stücke der durchbrochenen Gebirgsarten, wirkten ändernddarauf ein und auf die Wandungen der Räume, aus denensie hei’vortraten u. s. w.
Im Fa/omwe-Thal durchsezzen mächtige und gegen dieTeufe an Stärke zunehmende, Granit-Gänge den Gneiss.Die Begrenzungs-Linie beider Gesteine ist sehr gewunden;das Fallen der Gneiss - Lagen erscheint verändert und dieRichtung ihres Streichens gestört in der Nähe des Granites;an Stellen unmittelbarer Berührung findet man den Gneiss