Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
396
Einzelbild herunterladen
 

396

In manchen Fällen hat die Masse kalkiger Einschlüssezunächst der Schlacken - Hülle viele kleine regellose Räume,deren Wandungen mit krystallinischem graulichweissem Ue-berzuge bedeckt erscheinen, welcher sich, unter gutem Such-glase als Zusammenhäufung höchst kleiner Prismen zu erken-neu gibt. Mitunter dringt diese Iliille, aus den erwähntenWeitungen fortsezzend, bis in die Scblacken-Rinde vor undüberkleidet die Aussenfläehe zusammengebackener Bröckchen.Hin und wieder sizzen dieser Rinde Stern - und Büschel-artige Gruppirungen blendend weisser Seiden - glänzenderHaar-förmiger Gebilde auf von äusserst zartem Faser-Gefüge.In andern Fällen erscheint die Rinde nicht sowohl krystal-linisch, als vielmehr erdig, dunkelgrau gefärbt und brausstsodann nicht, oder nur sehr vorübergehend mit Säuren;man glaubt in ihr ein Gemenge aus vulkanischem Materialzu den feinsten Theilen zerrieben, aus Asche u. dgl., undaus Kalkigem zu erkennen.

Die Bruchstücke Eisen-reichen Thonschiefers, deren be-reits Erwähnung geschehen, sind oft mit ähnlicher Schlak-ken-Rinde bedeckt, wie die Kalk-Fragmente. Das Schiefer-Gefüge dieser Einschlüsse, meist ganz vernichtet, ist aneinzelnen Stellen dennoch erkennbar. Sie erscheinen sehrhart und rotli, wie Eisenkiesel. Recht auffallend werdenmanche Brocken dadurch, dass sie zur Hälfte aus umge-wandeltem Thonschiefer, zur Hälfte aus Kalkigem bestehen.Beide schon nach ihren rothen und gelben Farben wohlunterscheidbar, machen ein Ganzes aus, sie verlliessen miteinander, wie durch Schmelzung verbunden.

Nach unserer Yorstellungs - Art dürften die kalkigenStücke sowohl als die Thonschiefer - Brocken für Auswürf-linge zu nehmen seyn, die mit dem vulkanischen Materialemporgeschleudert wurden.

Wir haben in unserem Bericht stets von kalkigenFragmenten gesprochen, müssen jedoch zum Schlüsse berich-tigend beifügen, dass solche, nach Loewigs Prüfung, sich