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jüngerer Uebergangs-Kalk (Bergkalk) und zumal Dolomit.In sehr geringer Entfernung vom Mühlstein-Bruch * welcheruns beschäftigt, stellt rotlier Sandstein an 5 das Forsthausist darauf erbaut und nach Prüm zu sieht man das Gestein
* Man wciss, dass die verschlackten Basalte , am Rheinufer unterdem Namen Mühlsteine bekannt, seit undenklicher Zeit Gegen-stände wichtigen Handels sind. Die künstliche Entbliissung, vonwelcher wir reden, wurde dadurch veranlasst, dass man Hoffnunggehegt eine der Nieder-Mendit/er ähnliche Mühlstein-Gewinnung amKasselburger Hahn vornehmen zu können. Seit mehreren Jahrenschon ist der Bruch wieder verlassen. — Wir erlauben uns bei die-ser Gelegenheit die Bemerkung, dass die Verwendung gewisservulkanischen Gebilde zu Mühlsteinen aus den frühesten Zeitenabstammt. Die Alten bedienten sich besonders poröser Laven , na-mentlich jener welche Leuzite einschliessen, und der Ausdruck la-pide.s molares, von den Lateinern so häutig gebraucht, bat fast ohneAusnahme auf jene Gesteine Beziehung. Die bei Nachgrabungen indem verschütteten Pompeji aufgefundenen Mühlsteine — man bewahrtsolche gegenwärtig im Vorhofe des Neapolitanischen Museums —sind Laven überreich an Leuzitcn. Die Mühlsteine, deren Plimusgedenkt, waren sicher nichts Anderes, als Laven. Von den Mühl-steinen, mit welchen nach Procopius die erste Römische Landstrasse,die Via Appia, erbaut gewesen, weiss man mit Bestimmtheit, dasssolche aus Laven bestanden. Stkabo sagt von der Lava, die ausdem Krater des Aetna ergossen wird, dass solche, wenn sic festgeworden, zu Mühlsteinen verwendet werde. Ovid spielte ohneZweifel auf Mühlsteine aus poröser Lava an in seinen Worten : etquae pamiceas versat asella molas. — Grössere Bruchstücke sol-cher Mühlsteine wurden, der Dauerhaftigkeit des Materials wegen,nicht selten zu Bauten verwendet. Diess führte neuerdings — wieBrocchi in einem interessanten Aufsazze entwickelt hat (Bihl. Jtal.Tomo XXVII, p. 344 etc.) — gar häufig zum Glauben: Gegen-den , wo Denkmale der Art vorhanden, müssten einst vulkanischeKatastrophen erfahren haben und das Material stamme aus derNähe ab. Allein in vielen Theilen Italiens, weit entlegen von vulka-nischen Gebilden , trifft man Lavenstücke , deren Herkunft auf dieerst erwähnte Weise erklärbar ist. Die Entfernung von ihrer ur-sprünglichen Fundstätte kann weniger befremden , wenn man an-nimmt, dass solche Bruchstücke von Steinen abstammen dürften,welche bei Handmühlen (molHe manuariae) gebraucht wurden, diebekanntlich Kriegsheere nachführten. (Hausmanns Abhandlung deBomanorum molis frumentariis in den Gott, geh Anz. Jahrg. 1831,