324
fest an, so dass scharfe Trennung meist leicht zu bewirkenist, diese hingegen zeigen sich der Brekzien-Masse innigerverbunden. Uingewandelter Jurakalk, man gestatte die Ein-schaltung eines rein empirischen Merkmals, zerschlägt sichauf ganz andere Weise als derjenige, welcher den Einflussvulkanischer Gebilde nicht erfahren. Die Blöcke, herabge-stiirzt von den Mauern-ähnlichen Wänden naher Berge zei-gen, vergleicht man sie den von den Brekzien umhüllten Trüm-mern des Gesteines, recht auffallend eine abweichende Be-schaffenheit. Ebenso hisst die Verwitterung der Felsart inbeiden Fällen sehr ungleiche Phänomene beobachten u. s. w.Was die Aenderungen betrifft, welche die Jurakalk-Frag-mente im Konglomerate des Karfenbiilils enthalten erlitten,so ist das Gelbliche, wodurch das Gestein meist bezeichnetwird, verschwunden und an dessen Stelle ein lichtes Graugetreten, wie man solches bei gewissen Abänderungen desBerg kalk es (mountain limestone ) , namentlich beidem der Gegend von Mastricht trifft. Auch der Bruch scheintumgewandelt; er ist ausgezeichnet kleinsplitterig, gänzlichverschieden vom mnschelichten Bruche des Jurakalkes , denman am nahe liegenden Rossberge als herrschende Felsartfindet. Selbst körnig, Dolomit-artig ist der Jurakalk gewor-den, jedoch minder häufig. Er stellt sich sodann blaulich-grau oder graulichweiss dar, Farben-Abstufungen welche bisjezt im Jura-Dolomit der Alp nicht nachgewiesen worden,und entwickelt einen starken Geruch nach liydrothionsauremGas, eine interessante Eigenthiimlichkeit, auf die Heul zuerstaufmerksam geworden. Offenbar waren die Kalk-Bruchstiickeerweicht, oder doch so stark erhizt, dass die Theile sichkrystallinisch nusscheiden konnten. Solche umhüllte Brockenunterscheiden sich durch das am Jurakalke nicht bemerkbareKrystallinische. Kleine Kalkstein-Splitter erscheinen im Kon-glomerate zum reinsten Kalkspathe geschmolzen. Der unver-änderte Jurakalk enthält wohl auch Kalkspath - Theile 5 al-lein nie werden sie so klar gegefunden, so vollkommen