Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
276
Einzelbild herunterladen
 

276

bei Frizlar in Hessen könnte dicss der Fall seyn; wenig-stens weisen die im Basalte des Felsberges eingescblossenenStücke neuern Grobkalkes auf einen Durchbruch hin, welchendas leztei'e Gestein erfahren.

Ueber die Einwirkungen basaltischei Gebilde auf denLondoner T hon, den Stellvertreter tles altern Grobkal-kes in manchen Landsti-ichen, fehlt es noch an Beobachtun-gen. Möglich, dass die von Ti-app - Gebilden umschlossenenThon-Massen einer der ei-habenstcn Stellen des Tafel-Landesvon Jillar in Ostindien , welche II. W. Vaysey beschreibt *dahin gehören. In einem Engpässe zwischen senkrechtenFelswänden sieht man in der Tiefe Wacke-Lagen, ungefähr10 Fuss mächtig; darüber Thon, deutlich geschichtet, 2 F.mächtig und sehr reich an versteinerten Konchylien **. Aufdem Thon ruht basaltisches Konglomeiat, 15 F. mächtig.Vertikale Absonderungs - Spalten sezzen axis dem obern unduntein Trap]) in die Thon-Lage fort. Der Thon ist sehreihärtet, iliesst vor dem Löthrohr zu schwarzem Glase undbraust nicht mit Säuren. Was die Muscheln besondersauszeichnet, ist der Umstand, dass sie meist plattgedrücktsind. Ohne Zweifel wurde die Thon - Schicht zu ihrer ge-genwärtigen Höhe durch vulkanische Kräfte hinaufgetriebenund gleichzeitig oder später mit dem basaltischen Triimmer-Gestein bedeckt. Das Zusammen - Gedrücktseyn der Mu-scheln findet man auch in Italien u. i. a. G., wenn die sieeinhüllenden Gesteine in Veibindung mit Trapp-Gebildenvoi'kommen.

* Mein, of the Werner, nat. hist. Soe. Vol. V, p. 294.

Vaysf.y bestimmt solche als von den Geschlechtern Conus und Vo-luta abstammeud; allein nach den Zeichnungen wird man ehergeneigt an 'l'erebellum oder an Oliva zu glauben.