267
Roche-Sauve auf dem rechten Rhone -Ufer im Ardeche- De-partement endlich findet man eine Ablagerung von thonigemSiisswasser-Kalk, in dünnen Schichten, jedoch stellenweisezu einer Gesammt-Mächtigkeit von 20 bis 50 Fuss überein-ander gehäuft. Auf dem neptunischen Gebilde nehmen basal-tische Gesteine , dichte Laven , Olivin - reich, zum Theil inSäulen abgesondert, ferner Mandelsteine und Konglomerateihre Stelle ein. Aus den Süsswasser-Absäzzen hervorgetre-ten, machen die vulkanischen Massen jezt deren Decke aus,welche mitunter über 600 Fuss stark ist. Die Kalk-Schich-ten erscheinen in der Nähe der Basalte emporgerichtet undmannichfaltig gestört und verändert. Was besondere Beach-tung verdient, das ist die Beschaffenheit der im Kalke vor-handenen organischen Reste. Baum-Blätter und anderePfanzen - Th eile *. Sie zeigen sich vollkommen erhal-ten, aber schwarz, auch dunkelbraun gefärbt und in gewissenGraden verkohlt. Alle Blätter findet man wagerecht ausge-breitet. Früchte, w r ie z. B. die von Pin us picea , wer-den meist stark zusammengedrückt getroffen. Auch Insek-ten und selbst fossile Fische soll das Gestein hin undwieder enthalten. — Für die Abkunft der Basalte aus derTiefe zeugen die Bruchstücke granitischer und syenitischerFelsarten, welche dieselben umhüllen; gleichnamige Gebildekommen am Tage nur in beträchtlicher Entfernung vor.
Molasse.
Mit Wirkungen des Basaltes bringen wir die sonderba-ren Erscheinungen am Steinberg unfern Münzenberg in Ver-bindung.
In unbedeutender Verbreitung, auf wenig vereinzelte
Nach Faujas-de-Saint-Fond, dem man die Nachrichten über Roche-Sauve verdankt (Ami. du Mus. d’hist., nat. Vol. II, paff. 339 etc.und Mem. du Mus. Vol. II, paff. 444 etc.), haben jene pflanzliche