‘246
Bei manchen Umbildungen und Aenderungen war dievulkanische Glüht keineswegs allein thätig, sie wii'kte mehrverbreitend und die Wasser nahmen bald geringem, baldgrossem Antheil. Dnhin gehören u. a. die Bole, dieStein mark- und Speck st ein-ähnlichen Substanzen, vondenen gewisse Basalt-Gebilde begleitet werden. Leztere er-scheinen als Ausfüllungen langgezogener Blasenräume undals Bekleidungen von Kluft-Wänden basaltischer Gesteine *.Diese weiss, lichteblau, öfter grün in den vielartigsten Ab-stufungen, auch roth und braun gefärbte Substanzen, er-
sie rühren aus einer alten Lokal-Sammlung her ; jezt wird zu Brilonauf den Bleiglanz- und Weiss-Bleierz-fiihrcndcn Galmei-Lagerstättenim Uebergangskalk kein Bergbau mehr getrieben. Diese StückeMennig, wovon einige selbst eine unverkennbare krystallinischeTextur haben, enthalten kleine Körner von rcgulinischem Blei ein-gewachsen , und an einem sizt sogar nächst der Oberfläche etwasBleischlaeke. Sie sind also unverkennbare Feuer - Produkte. DieTäuschung kann auf folgende Weise veranlasst worden seyn. DieBleierze kamen zu Brilon eingewachsen im Galmei vor. In denGalmei-Koststätten , die auf der Grube bei der Förderung standen,mag durch die Röstung Bleiglanz oder Wcissbleierz in Mennigverwandelt worden seyn leicht konnten Stücke davon unter dieFörderungs-Produkte kommen und das Kunst-Produkt für ein natür-liches gehalten werden. In der Tliat habe ich einmal vor langenJahren zu Mansbach bei Stoiber g ein Stückchen Bleiglanz aus ei-nem Haufen gerösteten Galmei gezogen, welches auf seiner Ober-fläche einen Mennig-Ueberzug zeigte.“
„In Ihrem Handb. S. 560 führen Sie nach John eine Analysevon natürlicher Bleiglätte von Eschweiler auf. Diese ist aberkeine natürliche , sondern künstliche , und sie rührt auch nicht vonEschweiler her. Es ist dieselbe künstliche Bleiglätte, welche jenerStelle Ihres Handb. unmittelbar vorhergehend angeführt wird, als zuJlreinig bei Stoiber g unter aufgeschwemmten Gebilden vorkommend.Die von John analysirten Stücke kommen ursprünglich aus meinerHand.“— So schrieb mir Noeggehath unter dem 7. November 1831.
* So namentlich an mehreren Stellen im Nassauischen, am Miihlen-berge bei Holzappel , am Hirschberge, wo der Basalt durch dieGrauwacke des Simmerslwfer Kopfes hervorgebrochen, an der lan-gen Mauer unfern Münchhausen , am Molsberger Kopf u. s. w.Bei Stifft, geognost. Beschreib, des Herzogth. Nassau, S. 35, 135,220, 432 u. a. a. 0., ist das Weitere nachzuscheii;