228
dringen und in dein Grade umwandeln, dass eine weisse,lockere Masse daraus wird, deren frühere Beschaffenheitnicht inehr unterscheidbar ist. Noch gewaltsamer und auf-fallender erscheinen Wirkungen ähnlicher Art am Gipfel desTalaga-Bodas, im Manaradja - Distrikte , wo schwarze Ba-salt-Masse und gebrannte Baumstämme im grossen Kontrastemit dem zersezten, lichte gefärbten Gestein und der gelb-lichweissen Schwefel-Rinde sind, die ganze Strecken über-kleidet *.
Am Ammberge unfern Leschniz in Oberschlesien wurde1S22 eine interessante Thatsache durch bergmännische Ar-beiten aufgeschlossen. S a n d, stets zusammengebacken, baldals mürbes Konglomerat sich darstellend, bald als höchst fe-ster Sandstein, zeigt grünlichgraue Farbe, welche aber mehrund mehr bleicht je näher die Felsart dem Basalte sich fin-det 5 an der Gebirgs-Schcide wird dieselbe unrein weiss **.
Merkwürdig' in ungefähr ähnlicher Beziehung sind dieAenderungen welche die Ki e s el t u f f-Br e k z ie im Thalcdas Furnas auf dem Eilande St. Michael erleidet. Die ver-schiedenen verkitteten Substanzen *** — Fragmente vonKieseltuff, Bruchstücke von Obsidian, Bimsstein und Schlak-ken gebunden durch Kieseltuff —• erscheinen gebleicht,weiss 5 das Brekzien-Gefiige bleibt, aber die einzelnen Trüm-mer sind erdig, thonig geworden.
Dunklcrwerden. Im Ganzen eine minder gewöhn-liche Erscheinung, als das Entfärben. Die Eisen-reichen,rothen, flachrunden Thonmassen — Thongallen — so wiedie Bruchstücke thoniger Lagen mancher Sandsteine färbensich dunkelbraun , selbst schwärzlich und erlangen zugleichein Jaspis-artiges Aussehen. Sandsteine werden schwarz,stellenweise Obsidian-ähnlich ; nur hin und wieder sieht mandieselben durchzogen mit grauen oder weissen Flecken und
* Reikwardt, Calcutta Journ. for Amj. 1820/ p. 411.
Thürnagei., Karstkn’s Archiv für Bergt).: B. VII. S. 67.
*** Es war davon bereits in der I. Abtheil. S. 25 die Rede.