Raum von mehr als drei Quadrat - Meilen, gleichförmig biszum Meere, mit schwarzer Lava bedeckt. Hohe Kegelberge,von unten bis oben aus lockern Lapill-Stücken zusammenge-sezt, reihen sich an einander. Sie folgen ziemlich regel-recht einer Richtung aus 0. gegen W. Unweit Porto diNaos verliert sich ein gewaltiger Lavenstrom ins Meer. Einanderer ist zwischen Teguize (Teguise ), der Hauptstadt derInsel, und Tinguaton geflossen. Die Lava zeigt sich rauh,ohne Spur von Anbau. Ihre Masse ist schwarz und dervielen Blasen wegen nicht leicht erkennbar; von Mandel-steinen , oder von Tuff-artigen Konglomeraten wird dieselbenicht begleitet. Allein näher gegen die Montana de Fuego * *,der Oeffnung, aus welcher ein grosser Theil der Feuer-Gebilde hervorgedrängt worden, zeigt sich das Basaltischeihrer Natur. Es sind körnige Gesteine mit wenigen Blasen-räumen und in den Höhlungen sieht man deutliche Krystalle,ineist Augite, ferner finden sich grosse und schöne Olivin-Massen sehr häufig.
Der Ausbruch im August - Monate 1824 war mit Er-schütterungen des Bodens verbunden und mit unterirdischemTosen. Ein Vulkan that sich auf, dessen Schlunde Flammenentstiegen und glühende Steine wurden in solcher Mengeausgeworfen, dass aus ihrer Zusammenhäufung sich bald einbeträchtlicher Berg bildete. Säulen dicken Rauches drangenaus den Spalten des neuen Vulkanes hervor u. s. w. Alleinvon Laven-Ergiissen war keine Rede. Die Auswürflinge **zeigen entschieden eine basaltische Natur, selbst einzelneOlivin - Punkte fehlen nicht; es sind blasig - schlackige
ehe des nahen Meeres, oder wurden sterbend ans Ufer geworfen.Aus der Mitte des Ozeans brachen Flammen hervor, von furchtba-ren Detonationen begleitet u. s. w.
* Dem Berge verblieb dieser Name, in Beziehung auf die heissenDünste, welche seinen Spalten entstiegen, auch in der mehr ruhigenZwischenfrist von 1730 bis 1824 .
** Gütige Mittheilung des Herrn Hofrath Brandes.