Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
160
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IGO

fläehlich in zwei ungleiche Hälften. Von sogenannten Pri-mitiv-Gesteinen nicht eine Spur, obwohl dieselben vielleichtnicht sehr tief unterhalb der basaltischen Decke vorhandenseyn mögen. Auch die Transitions-Felsarten und die alternGlieder der Flözzeit * fehlen.

Nur Jurakalk ** zeigt sich, niedere Berge und Hügelauf der Süd- und Nordseite der Insel ausmachend, und diesekalkigen Züge, hier, wie in andern Welttheilen durch dasFlache, Tafelförmige der Gipfel, durch das Steile vielerWände bezeichnet, begrenzen, als lang gezogene, mehr undweniger breite, Streifen die basaltischen Gebilde im Nordenund Süden. Dass die Jura-Formation von den Basalten beiihrem Aufsteigen durchbrochen worden, dass die Basalteaus mächtigen Spalten zwischen Jurakalk-Schichten hervor-getreten , ist um so weniger zu bezweifeln, als wir in Do-leriten, vom Ponfjak Rarang im Distrikte Tjihea abstam-mend , eckige und rundliche Kalkstein - Bruchstücke bemerk-ten, den umgewandelten Jurakalk-Brocken in den basaltischenKonglomeraten der Schwäbischen Alp täuschend ähnlich ***.

* Einiger S an ds te in - Fragmente vom Berge Kamouning unfernTjililing abstammend, möge hier Erwähnung geschehen. Ucbcr dieLagerungs-Verhältnisse war keine Auskunft zu erhalten; aber es istglaubhaft, dass sie Trümmer tiefer gelegener Schichten sind, welchedurch vulkanische Mächte heraufgehoben worden. Das eine jenerHandstücke trägt gänzlich das Ansehen des Kohlen- Sandstei-nes, das andere steht, seinen mineralogischen Merkmalen nach, ge-wissen Abänderungen des Keupers am nächsten.

** Unter der Javanischen Suite befand sich zwar kein Bruchstückdieser Felsart, wohl aber von der im N.O. von Java gelegenen In-sel Madura und dieser Kalk stimmt, wie Reinwardt erklärte, mitdem unseres Eilandes vollkommen überein.

**' ;: Wie Reinwardt mich mündlich belehrte, so steht Kalk in der Nähedes Dolerits an. Der Dolerit nach kleinen Musterstücken zuurtheilen hat Olivin- und Augit - Körnchen aufzuweisen und aus-serdem Magneteisen-Punkte und kleine Blättchen einer zcolithischcnSubstanz. Wir besizzen, gleichfalls von Ponfjak Rarang , Exem-plare eines vulkanischen Trümmcr-Gesteincs, welches dem der Ge-gend von Urach vergleichbar ist.