und Olot, so wie das ganze Biagna - Thal, zugleich wurdendie Dörfer Real, Camprodon und mehrere andere verwüstet.
Endlich findet man unter den Privilegien der Stadt Oloteine am 30 . September 1427 erlassene Bewilligung des Kö-nigs D. Alonzo, welche den Bewohnern gestattet, dass sie,da der Ort während dreier furchtbarer Erdbeben beinahevöllig untergegangen, an der alten Stelle, oder wo sie essonst räthlieher erachteten, sich wieder anbauten.
Diesen geschichtlichen Urkunden stehen manche denk-würdige Thatsachcn zur Seite. So namentlich die Trümmeralter Bauten unterhalb des Bodens, welcher den heutigenFlecken Olot trägt, und die Inschrift: ,, Mansi, remansi su-per veterem villam“ an der Thiire des Hauses „la casa deGerma“ genannt, welches zur Zeit des lezten Erdbebensverschont geblieben. — Olot liegt demnach genau da, wo diealte Stadt erbaut gewesen.
Aus dem Mitgetheilten ergibt sich, dass von keiner dererwähnten Urkunden, geschichtlichen und anderen, der In-halt auf jene basaltischen Erscheinungen zu beziehen sey,welche, wie wir früher sahen, die Gegend um Olot aufzu-weisen hat; diese dürften durch den Zwischenraum vonmehr als einem Jahrtausend von uns getrennt seyn. Uebrigensist es glaubhaft, dass die einzelnen Laven - Ergüsse keines-wegs gleichzeitig erfolgten. Was in Katalonien zwischen1420 und 1431 sich zutrug, gehört in die Kategorie derLuft- oder Schlamin-Vulkane; ähnliche Ereignisse hatten frü-her und später in andern Provinzen Spaniens statt, nament-lich neuerdings noch ( 1829 ) in Murcia *.
Allein nicht alle Ausbrüche, die Basalte und ihnen mehroder weniger nahe verwandte Gebilde geliefert, nicht alle
Eine Schilderung der bei diesem Erdbeben beobachteten Phänomenelieferte Gutierrez , Journ. de Geol. par Bouii, Jobert et Rozet.