Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
96
Einzelbild herunterladen
 

90

die zu Höhen von 300 und 400 Fuss emporsteigen, Mandel-stein-Ablagerungen, welche wiederum durch üolerite bedecktwerden * ** , und wie Mackenzie berichtet, so wechseln aufYidey (Vidiie), zu Island gehörig, Lager-artige Dolerit- undMandelstein-Massen , 20 bis 30 Fuss mächtig mit Trapptuff-Sehichten.

Insel Madeira.

Ln tiefen Corral - Thale , auf Madeira, das von steilenSpizbergen mit Stufen-artigen Gehängen, die zu den be-trächtlichsten Höhen der Insel gehören, begrenzt wird, er-scheinen basaltische Laven von grauen und bräunlichen Far-ben zu mehreren Malen mit einander wechselnd; senkrechtaufsteigende Uasalt - Gänge, die man in ihrer Erstreckungaus der Teufe nach oben 200 bis 300 Fuss weit sehr deut-lich verfolgen kann, durchsezzen jene Ablagerungen * i;: .

* J. Baird, Mein, of tim Werner, nal. hist. Soc. ; IV. TV, p. 151.

** H. G. Bennet, Transact. of tim yeol. Suc. Vot. T, p. 391 etc.Wir entlehnen aus der interessanten geognoslischen Schilderung'von Madeira einige Zöge, welche in Hinsicht des erwähnten Vor-kommens basaltischer Gänge besonders wichtig scheinen. Madeirabesteht aus einer Gruppirung hoher, vom Meeresufer jähe aufstei-«jender Berge, deren rauhe und nackte Gipfel theils abgeplattet sind,theils in Kegel-förmigen Spizzen endigen. Schroffe, meist sehr engeTielthäler durchschneiden die Berg-Gruppe nach den vielartigstenRichtungen. Mehrere der erhabensten Punkte bildet säuliger Basalt.Von den Bergen, deren Abhänge mit Zedern und andern, Landstri-chen unter solchen Breiten eigenthümlichen, Gewächsen bekleidetsind, ziehen scharf eingeschnittene Schluchten bis zur Kiistc hinab.Gegenwärtig hat das Eiland keinen thätigen Vulkan ; allein vonzwei Krateren, der eine auf der östlichen, der andere auf der west-lichen Seite , findet man unverkennbare Ueberreste ; der grösseremisst vier Englische Meilen im Umfang. Die Gesteine der Insel,von Bennet im Allgemeinen mit dem Namen Laven bezeichnet, las-sen sich in vier Arten scheiden wovon drei fast überall in der näm-lichen Folge wechseln. Dichte Lava nimmt die tiefsten Stellen ein;darüber eine röthliche mehr erdige Lava, Olivin führend lind mit-unter Säulen-a.tig abgesondert, zuweilen geschieden durch Lagenvon Thon [?] gemengt mit Bimsstein - Stücken, auch durch Lagen