87
Ueber das Zusammen-Vorkommen von Basalt- und Ba-salt-artigen Gängen mit Erz-führendem im Rheiniscli-West-phälischen Gebirge hat endlich auch Noeggerath Nachrichtgegeben * *.
Vom nicht gewöhnlichen Vorkommen der Erzfiilntingbasaltischer Gebilde bietet ein Basalt-Gang bei Butterby inDurham, südwärts Newcastle, ein Beispiel. Man sieht diesenGang im Bette des Wear - Flusses bei niederem Wasser-Stande ; er ist von einer Bleiglanz-Schnur durchzogen **.
Wie weit vorgefasste Meinungen selbst scharfsinnigeKöpfe noch in neuester Zeit von der Wahrheit ableitenkonnten, davon möge die Ansicht zum Beweise dienen, dassman, von neptunischen Grundsäzzen ausgehend, das Erschei-nen der Erz- und namentlich der Eisenstein-Gänge, welchebasaltische Gang-artige Gebilde durebsezzen, zu erklären
p. 26 hinsichtlich des unter dem Namen mahl oder ninety -fathom-dyke bekannten Basalt-Ganges macht, der in den Kohlen-GebildenNorthumberlanäs eine so wichtige Rolle, spielt. Es zieht dieserGang von Wliitby, obwohl nicht in gerader Richtung, durch dieehemals Killin g worth moor genannte Gegend bis nach Greensedeund head-gate. Weiter trifft man ihn nicht mehr: allein es ist nachWinch sehr wahrscheinlich, dass derselbe den Bleigruben-Bezirk —Ucbergangs-Gebilde, Bergkalk, Thonschiefer und Sandstein mit denbezeichnenden Pctrefakten — durchsezt und hier reiche Erzgängeerzeugt.
* Das Geb. in Rheinl. Westph. B. I, S. 116 ff. — Unerklärbar bleibtuns die Aeu'sserung Daubeny’s (description of volcatius ete. p. 79)der IVesterioald enthalte -wenig Belehrendes, um über die Bildungs-Weise basaltischer Gesteine sich Aufklärung z,u verschaffen. ImGegcntheil dürfte man behaupten , jenes Gebirge habe unter denhöchst lehrreichen Erscheinungen den befragten Gegenstand ange-hend, einige aufzuweisen, welche ihm, so weit bis jezt ein Urtheilgestattet ist, eigentluimlich sind.
'** Fknwick von Pipton machte zuerst diese interessante Beobachtung.Neuerdings erwähnte Winch der Thatsache. ( Transact. of the geol.Soc. Fol. IV, p. 24.)— Der Gang bei Butterby ist überdicss wich-tig wegen einer aus ihm hervortretenden Salzquelle.