Druckschrift 
Über die Staatswissenschaft
Entstehung
Seite
XVI
Einzelbild herunterladen
 

Einleitung.

Kraft zu thun. Diese Kraft strebt nachden Gegenständen, die ihr angemessen sind;sie sucht eine Art zu wirken und zu han-deln, welche dem Grade ihrer Ausbildungentspreche, und Formen, in welchen sie sich,ihren Neigungeil gemäß, frei bewegen könne.So lange der Mensch dieses alles nicht ge-sunden hat, empfindet er eine geheime Un-ruhe, die unglücklich für ihn, und verder-bend für die Andern ausfallen kann. ImJünglingsalter trägt man mit Unwillen,oder wirft mit Freude von sich, die Be-dingungen des frühem Lebens. Formen,die dem Knaben genügten und ihn beglück-ten, erscheinen dem Jünglinge als uner-trägliche Fesseln. Wiederum fordert derMann, um fein Geistesvermögen auszubil-den und auszuüben, andere Verhältnisseals die des Jünglings.

Das Leben der Staaten und der Völ-ker hat auch hierin viel Aehnlichkeit mitdem Leben der Einzelnen. Auch die Völ-ker in ihren verschiedenen Altern und Ent-wickelungs-Perioden, haben verschiedene

Nei-