wenn die hinaufwärts gehende Seite der Kugel der Nadel amnächsten war. Stellte man die Nadel etwas höher als die durchdie Axc gehende Horizontal-Ebne, so blieb die Nadel senkrecht ge-gen die Axe gerichtet, mit dem Nordpole nach der Kugel zu, wenndie Drehung herabwärts ging oder die obcrn Theile gegen die Na-del zu gingen; dies fand statt, bis die Nadel neben dem 54tcn Gradeder Kugel stand; bei höherer Stellung drehte sich die Nadel undkehrte ihren andern Pol gegen die Kugel. Eine ähnliche Verände-rung fand ungefähr bei 54° auch statt, wenn man die Nadel hin-abwärts ihre Stellung ändern ließ..
Diese Versuche würden wohl zweckmäßiger so angestellt, daßman die Drehungs - Are der Richtung der Neigungsnadel parallelstellte, damit die Wirkung der Rotation sich reiner von dem Ein-flüsse des Erdmagnetismus trennte; denn bei der horizontalen Lageder Axe bringen offenbar die in der höchsten Stellung südpolarischwirkenden Eisentheilchen noch etwas von dieser ihnen ertheiltenVeränderung des Zustandes mit, indem sie sich herab bewegen.
Poisson hat einen theoretischen Versuch gewagt, diese Er-scheinungen des Rotationsmagnetismus zu erklären. Die Bemer-kung ist zuerst einleuchtend, daß der Einfluß ruhender Körperdarum ein anderer sein kann, weil die kurze Zeit, innerhalb welcherdie magnetischen Fluida in den Elementen des Eisens und so auchin den kleinsten Theilen andrer Körper ihre angemessene Austhci-lung erlangen, zu kurz ist, um uns kenntlich zu sein, wogegen unsin dem Einfluß der bewegten Körper grade dieser noch in der Ver-änderung begriffene, gleichsam aufgeregte, Zustand der magnetischenMaterien kenntlich werde. Es ist im Allgemeinen wohl denkbar,daß diese Einwirkung, wo nach Poissons Vorstellung die magne-tischen Materien in dem ganzen innern Raume der magnetischenElemente sich im getrennten Zustande befinden mögen, viel stärkersein kann, als cs der Fall iss, wenn diese getrennten magnetischenMaterien sich auf die Oberflächen jedes magnetischen Elementesbegeben haben; aber es scheint mir für jetzt noch unmöglich, inbloßen Worten von den Schlüffen, die Poisson in Beziehungauf die durch die Bewegung veränderten magnetischen Erscheinun-gen an seine Voraussetzungen knüpft, einen Begriff zu geben.