Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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Nadel um 2 bis 3 Uhu Nachmittags am meisten westlich standund früh Morgens am meisten östlich. Beaufoy fand fürLondon 8 s Uhr als die Zeit der geringsten westlichen Abweichung,> ^ Uhr als die Zeit der größesten Abweichung, und der Unterschiedbetrug um das Jahr 1820 in London 9 Minuten. Auch Beob-achtungen an andern Orten auf der nördlichen Halbkugel stimmenhiermit überein.

Bar low hat eine neue Methode befolgt, um die täglichenVariationen merklicher zu machen, indem er die Kraft der Nadeldurch Magnete, in ihrer Nahe angebracht, schwächte. Es ist näm-lich offenbar, daß wenn die Nadel (kiZ. 147.) genau nachNorden gerichtet ist, und man ihrem Nordpole den Nordpol bleines Magnetes nähert, dieser sie aus ihrer Richtung zu treibenstrebt, also die Nichtungskraft nach Norden hin schwächt. Istdieses in bedeutendem Maasie geschehen, und man läßt den Ma-gnet ganze Tage in gleicher Stellung, so werden die täglichenSchwankungen der Magnetnadel viel stärker und gehen auf mehrereGrade. Dabei hat Bar low noch eine andre Bemerkung ge-macht. Wenn man durch nahe gebrachte Magnete die Nadel inandern Richtungen, abweichend vom magnetischen Meridiane, zurRuhe bringt, so sind die Schwankungen der Nadel im Laufe desTages bei jeder dieser Stellungen anders, und es giebt eine Stel-lung der Magnetnadel, bei welcher gar keine täglichen Schwankun-gen eintrelen; diese ist in London merklich vom magnetischen Nor-den abweichend von bl b >V nach 880 gerichtet. Allerdingsscheint diese Linie von Wichtigkeit zu sein; aber man muß beden-ken , daß in allen den Versuchen, wo die Nadel in Rücksicht ihrerRichtungskraft geschwächt ist, sie von einer Menge Nebenum-stände abhängig gemacht wird, (weshalb schon Cassini dieSchwankungen schwacher Nadeln unregelmäßig fand,) daß sirncrdie Kraft der Magnete selbst bei der größer» Tageswärme einegeringere ist, und daß daher auf diese Versuche und Beobachtungennoch kein allzu großes Gewicht gelegt werden darf.

Was die Ursache dieser täglichen Aenderungen der ohne fremdeStörung beobachteten Nadel betrifft, so darf man sie wohl in derungleichen Erwärmung der Erde suchen. Jeder Magnet wirktetwas schwächer, wenn er warm ist; dehnen wir diese Erfahrung